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Hallenheizung per Solarluftkollektor

(21.11.2008) Heylo reagiert auf das ab 1. Januar 2009 gültige Erneuerbare Energien Wärme Gesetz (EEWärmeG) mit der Einführung seines neuen Solarsystems "SolarVent". Bekanntlich müssen ab nächstem Jahr auch Hallenheizungen einen gewissen Prozentsatz des notwendigen Endenergiebedarfes für die Wärmeerzeugung mit erneuerbarer Energie generieren; bei der Nutzung von Solarenergie liegt die Mindestanforderung bei 15%.


Beim Bau von Industriehallen und gewerblichen Nutzungseinheiten ist der Einsatz von Solarthermie (noch) wenig verbreitet. Vermeintlich hohe Kosten und wenig Informationen über den solaren Ertrag halten Gewerbetreibende von solchen Lösungen ab. Hinzu kommt die Befürchtung, eine wartungs- und pflegeintensive Anlage betreiben zu müssen.

Nutzt man aber das Medium Luft, ergeben sich gegenüber üblichen Solarthermie-Anlagen eine Reihe von Vorteilen: Luft ist frost- und siedesicher, ungiftig und kostenlos. Leckagen führen zu keinen Schäden und Luft erwärmt sich schneller als Wasser. Eine Solar-Luft-Kollektoranlage liefert dadurch auch bei geringer Einstrahlung, also bei bewölktem Himmel, bereits für Heizzwecke nutzbare Temperaturen. Die wesentlichen Komponenten einer Solar-Luft-Kollektoranlage bestehen aus dem Absorberblech zum Sammeln der Sonnenenergie und einem Lüftungssystem.


SolarVent ist ein mit entsprechenden Kollektoren arbeitendes Solarluft-System, welches dem mit Erdgas betriebenen Luftheiz- bzw. Lüftungs-System VarioVent DL vorgeschaltet ist. Tagsüber wärmt SolarVent die von VarioVent DL der Halle zugeführte Luft vor. Sobald die von SolarVent bereitgestellte Wärmemenge nicht mehr ausreicht, den Wärmebedarf der Halle zu decken, wird das modulierend arbeitende Brennersystem von VarioVent DL über die Zulufttemperaturregelung zugeschaltet. Das Gesamtsystem arbeitet entweder als reines Umluft-System oder als Lüftungs-System. Bei Misch- bzw. Frischluftbetrieb arbeitet VarioVent DL im Brennwert-Modus.

Die folgende Kollektorkennlinie zeigt die von SolarVent-Fassaden oder -Dächern bewirkte Temperatursteigerung in Abhängigkeit von der Außentemperatur und Sonnenintensität. An Wintertagen stehen in Mitteleuropa 100 bis 200 Watt zur Verfügung, an sonnigen Tagen sind es 800 bis 1000 Watt pro m². Das Luftvolumen wird von der Gebäudenutzung bestimmt und über die Vario Vent DL Anlage geregelt.

Gegenüber herkömmlichen Warmwasser-Systemen soll VarioVent DL mit SolarVent die Heizkosten um bis zu 30% reduzieren können. Heylo rechnet damit, dass die Mehrkosten der Investition in SolarVent bei einem Ölpreis von 72 Euro / 100 Liter nach weniger als 7 Jahren amortisiert seien. Zumal die Investition in SolarVent von der öffentlichen Hand mit bis zu 30% bezuschusst wird, wobei je nach Größe der installierten Anlage verschiedene Förderprogramme zu nutzen sind; für Anlagen mit ...

VarioVent DL und SolarVent lassen sich laut Heylo rasch montieren, wobei die Solarluft-Kollektoren sowohl auf dem Hallendach als auch an Fassaden montiert werden können. Bestehende VarioVent DL-Anlagen lassen sich mit SolarVent nachrüsten. Ferner könne SolarVent auch als autarke Anlage installiert und betrieben werden.

Die Solar-Luft-Kollektoranlagen sind eine bewährte und preiswerte Technik, um Solarenergie im Industrie- und Hallenbau zu nutzen. Hier stehen große Flächen zur Verfügung, die Südseiten sind meist wenig für Fenster geeignet und Sheddächer sind stets auf der Nordseite verglast. Hier bietet sich der Einsatz von SolarVent Luftkollektoren an, um sowohl die Energiekosten als auch die CO₂-Emissionen zu senken. Für die Planung steht eine Software zur Verfügung, die mit aktuellen Wetterdaten und wenigen Gebäudeparametern eine Berechnung der solaren Erträge ermöglicht.

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