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Sechs-Punkte-Plan für eine nachhaltige Energiepolitik

(11.10.2009) In einem "Sechs-Punkte-Plan" hat der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) den Koalitionsunterhändlern in Berlin Lösungsansätze für eine nach­haltige Energie- und Umweltpolitik vorgelegt.

"Noch besitzt Deutschland im internationalen Vergleich eine Vorreiterrolle in der Gebäude- und Energietechnik. Um diese zu festigen, sollte die neue Bundesregierung bei der Ausgestaltung ihrer Energie- und Umweltpolitik nicht allein auf den Strommarkt schauen", fordert Elmar Esser, Hauptgeschäftsführer des ZVSHK. Der Wärmemarkt mit seinem veralteten Gebäude- und Anlagenbestand biete große Chancen sowohl für eine Konjunkturbelebung als auch für die Erreichung der klimapolitischen Zielsetzungen Deutschlands. Mit der von vorgeschlagenen ergänzenden Energieeinsparprämie sollten anlagentechnische Modernisierungen wie der Kesseltausch oder die Optimierung von Verteil- und Übergabesystemen bezuschusst werden. Dadurch ließe sich das Moder­nisierungstempo bei alten Heizungsanlagen auf sechs Prozent verdoppeln.

Darüber hinaus rät das SHK-Handwerk zu einer schnellen marktwirtschaftlichen Um­setzung der EU-Vorgaben für ein nationales Energieeffizienzgesetz. "Energiedienst­leistungen nutzen dem Klimaschutz. Wirkungsvolle Energieeinsparungen und CO₂-Mini­mierungen gelingen aber nur mit einem breiten Angebot", erläutert Elmar Esser. Es müsse von Anfang an für einen fairen Wettbewerb zwischen den Anbietern von Energiedienstleistungen gesorgt werden, um diesen dynamisch wachsenden Markt auch für kleine und mittelständische Unternehmen interessant zu machen. "Das SHK-Handwerk hat bereits zehn konkrete Energiedienstleistungen erarbeitet, darunter den Heizungs-Check zur Ermittlung des energetischen Zustandes einer Heizungsanlage."

Der "Sechs-Punkte-Plan" des ZVSHK enthält ferner die Forderung, auf Anschluss- und Benutzerzwänge für die Wärmeversorgung zu verzichten. Auch spricht sich der Zentralverband für eine Bündelung der energiepolitischen Kompetenzen innerhalb der neuen Bundesregierung aus.

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