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Infrarotheiztechnik mit Restwärmenutzung von Kübler für Hallenneu- und -altbauten

(31.8.2012) Energieeinsparung und CO₂-Reduktion waren zentrale Ziele der Moderni­sierungsprojekte bei AZO. Die guten Erfahrungen mit dem System H.Y.B.R.I.D. von Kübler im neu gebauten Montagezentrum gaben den Ausschlag für den Einsatz dieser Hallenheizungstechnologie bei der Sanierung weiterer Gebäude.

Die AZO Firmengruppe ist eines der weltweit führenden Unternehmen in der Automa­tion von Rohstoff-Aufbereitung und Weltmarktführer in der Mischerbeschickung. Mit über 920 Mitarbeitern an 9 Standorten auf allen Kontinenten erwirtschaftet das Un­ternehmen rund 140 Mio. Euro Jahresumsatz.

Das Firmengelände der AZO Gruppe in Osterburken erstreckt sich über rund 60.000 m². Seit der Erschließung 1963 wurde ein Gebäudekomplex nach dem anderen errich­tet. Neben den Verwaltungsgebäuden und dem 2006 eingeweihten Kundencenter zählen 7 Fertigungs- und Lagerhallen dazu (siehe Google-Maps). 2007 fiel die Ent­scheidung der Geschäftsführung, die älteren Gebäudestrukturen schrittweise zu modernisieren, zu erweitern oder komplett zu ersetzen und somit fit für zukünftiges Firmenwachstum zu machen.

Projekt 1: Der Hallenneubau 2010

Die Montage- und Lagerhalle von 1963 war das erste Modernisierungsprojekt. Die Shedhalle wurde abgerissen und 2010 durch einen Neubau ersetzt. Gleichzeitig sollten der angrenzende Silobau erweitert und die Arbeitsplätze in der Lagerhalle beheizt wer­den. Mit diesen Modernisierungsmaßnahmen stellte sich für AZO die Heizungsfrage: Welche Technologie kann die zeitgemäßen Anforderungen an Funktionalität, Komfort, Umweltfreundlichkeit und Effizienz für die kommenden Jahre am besten erfüllen?

Die Aufgabe: Zunächst wollte man auf Bewährtes setzen. Die Hallen wurden zu­nächst zentral durch eine ölbetriebene Warmluftanlage beheizt. Andererseits sollten jedoch die hohen Energiekosten deutlich gesenkt werden. Bislang verbrannte die 900 kW starke Kesselanlage in dem Hallenkomplex rund 73.000 Liter Heizöl und damit rund 62.000 Euro pro Jahr. Diese Kosten sollten sich deutlich reduzieren. Neben den für Produktionshallen besonders wichtigen Faktoren Zuverlässigkeit und gleichmäßige Wärmeverteilung war eine möglichst hohe Energieeffizienz die Hauptanforderung. „Die Entscheidung für die neue Hallenheizung sollte für uns weit in die Zukunft reichen“, so Robert Zimmermann, geschäftsführender Gesellschafter der AZO GmbH + Co. KG. Schon früh kamen deshalb die Infrarotheizungssysteme von Kübler ins Gespräch.

Die Entscheidungskriterien: Nach eingehender Prüfung der Alternativen erwies sich das Infrarotheizungskonzept von Kübler als passende Lösung. Neben den Vorteilen dieser Technologie überzeugte bei AZO vor allem der zusätzliche Effizienzgewinn durch die Restwärmenutzung O.P.U.S.X - siehe auch Baulinks-Beitrag „Hallenbeheizung mit Wärmetauscher und Restwärmenutzung“ vom 29.4.2009. Im Juli 2010 erfolgte der Auftrag an Kübler, die insgesamt 3.851 m² umfassenden Hallenflächen neu zu behei­zen.

Projekt 2: Die Heizungsmodernisierung 2011

Das zweite Modernisierungsprojekt startete mit der Auftragsvergabe im Juni 2011. Die Fertigungshalle C 10 aus dem Jahr 1980 sollte komplett neu beheizt werden. Ein Volu­men von insgesamt 6.200 m² Hallenfläche zzgl. zwei Büroräumen. Aufgrund der guten Erfahrungen mit H.Y.B.R.I.D. im Neubauprojekt wurde das Heizkonzept überhaupt nicht mehr in Frage gestellt.

Das Heizungssystem: Das Wärmesystem H.Y.B.R.I.D. ist in jeder Komponente auf Wirkungsgrad und Energieeffizienz getrimmt. Passend für die unterschiedlichen Nut­zungen und Gebäudestrukturen der Hallen, wurden bei AZO fast ausschließlich Geräte der energiesparenden Hochleistungsserie OPTIMA plus eingesetzt. Sie haben in den Arbeits- und Lagerbereichen unabhängig von den Außentemperaturen für ein gleich­mäßiges zugfreies Klima bei definierten 18° C Raumtemperatur zu sorgen.

15% Restwärme genutzt

Mit O.P.U.S.X nutzt AZO ein zusätzliches Plus an Energieeffizienz. Über eine Sammel­abgasführung wird die Abwärme der Infrarotheizungssysteme einem Wärmetauscher­system zugeführt und nahezu kostenlos für die Warmwasser-Heizungen im Kunden­center und in den Büroräumen genutzt. Die Heizkosten für diese Räume konnten so in den Wintermonaten um bis zu 15% reduziert werden.


Der Wärmetauscher O.P.U.S.X macht die Restwärme der Infrarot-Hallenheizungen nutzbar für die Warmwasser-Heizungen in Kundencenter und Büros (Bild vergrößern)

Intelligent gesteuert

Gesteuert wird die gesamte Heizungsanlage bei AZO via PC durch das Steuerungs­system R.O.S.S.Y mit Energiesparmodul SmarTec sowie Park-Off-Steuerung:

  • Das Modul SmarTec sorgt dafür, dass die Anlage außentemperaturgesteuert erst zum spätest möglichen Zeitpunkt von Nachtabsenkung auf Tagtemperatur umstellt.
  • Das Modul Park-off schaltet bei Verschattung durch Hallenkräne automatisch die Heizungen ab.

Jeweils zwei Heizgeräte OPTIMA plus wurden zu einer Heizzone zusammengefasst. AZO kann den Heizbedarf flexibel auf unterschiedliche Nutzungen und Hallenbelegun­gen anpassen, z. B. in den Ferienzeiten. Ein- und Ausschaltzeiten sowie die Tempera­tur lassen sich für jede Zone an den Bedarf anpassen. Bedient wird die gesamte Hei­zungsanlage inkl. Restwärmenutzung von jedem beliebigen PC aus, auf dem sich der Verantwortliche einloggt.

Nachhaltige Lösung für Umwelt, Unternehmen und Mitarbeiter

Mit der neuen Heizungstechnologie konnte der CO₂-Ausstoß deutlich gesenkt werden. Ausgehend von den Verbrauchswerten der Altanlage berechnet sich die CO₂-Emission vor der Modernisierungsmaßnahme auf ca. 226.400 kg pro Jahr. Das System H.Y.B.R.I.D. emittiert jährlich ca. 79.800 kg. Daraus ergibt sich eine jährliche Ein­sparung von ca. 65%.

Auch für die Mitarbeiter ist die neue Heizung ein Gewinn. „Nicht nur weil die Zuger­scheinungen weggefallen sind, wir haben jetzt auch viel weniger Staubbelastung. Ganz interessant ist auch, dass der Krankenstand jetzt deutlich zurückgegangen ist. Wohl wegen der geringeren Staubbelastung“, so Betriebsleiter Hartmut Eckert.

„Wir haben jetzt deutlich weniger Heizkosten, wir haben einen zusätzlichen Raum gewonnen durch den ehemaligen Heizungskeller, wir haben eine gut funktionierende Kombination von neuen und herkömmlichen Systemen durch die Restwärmenutzung und wir haben jetzt ein richtig gutes Gewissen, was die Umwelt angeht“, beschreibt Harald Zimmermann die Vorteile für das Unternehmen.

Weitere Informationen zu H.Y.B.R.I.D., O.P.U.S.X und R.O.S.S.Y. bzw. zur Beheizung von Hallen können per E-Mail an Kübler angefordert werden.

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