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Wassergebrauch seit 1990 um 26% auf 121 Liter pro Tag pro Einwohner gesunken

Wulf Abke, Vizepräsident Wasserwirtschaft des BDEW
Wulf Abke, Vizepräsident Wasserwirtschaft des BDEW
  

(4.10.2012) Die Wasserabgabe an die Kunden ist nach Anga­ben des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) in Deutschland auf den niedrigsten Stand seit 1990 gesunken. So ermittelte der Branchenverband nach ersten Auswertungen für das Jahr 2011, dass nur noch 4.45 Milliarden Kubikmeter Wasser an Haushalte, Industrie und Kleingewerbe geliefert wurden. 1990 hatte dieser Wert noch knapp sechs Milliarden Kubikmeter betragen - ein Rückgang also um knapp 26 Prozent. 1990 hat jeder Einwohner in Deutschland täglich noch 147 Liter Wasser gebraucht, 2011 sind es nur noch 121 Liter.

"Diese Zahlen zeigen: Der sorgsame Umgang der Kunden mit Wasser in Deutschland ist eine Selbstverständlichkeit. Der natürliche Wasserhaushalt und der Wasserkreislauf, in dem sich unsere wichtigste Ressource ständig erneuert, sind in Deutschland auch dank der nachhaltigen Bewirtschaftungs-Strategien der Wasser­versorger vollkommen intakt", sagte Wulf Abke, Vizepräsident Wasserwirtschaft des BDEW, am 24.9. auf der wasserfachlichen Aussprachetagung (wat) 2012 in Dresden. Der Wassergebrauch von Privat-Haushalten, Industrie und Gewerbe in Deutschland sinkt seit Jahren deutlich.

Zur Einordnung: Die sich jährlich erneuernde verfügbare Wassermenge in Deutsch­land beträgt 188 Milliarden Kubikmeter. Nur 17 Prozent dieser natürlichen Vorkommen werden von den unterschiedlichen Kundengruppen wie Haushalten oder Industrie genutzt.

Der BDEW veröffentlichte auf der wat zudem neue Zahlen zu den Investitionen der Wasserversorger: Im Jahr 2011 betrugen die Investitionen in die öffentliche Trinkwas­serversorgung nach ersten BDEW-Schätzungen rund 2,3 Milliarden Euro. Auf diesem Niveau werden die Wasserversorger nach einer BDEW-Prognose auch in den kommen­den Jahren investieren: 2012 rechnet der Branchenverband mit etwa 2,5 Milliarden Euro, 2013 und 2014 mit je rund 2,4 Milliarden Euro.

Unternutzung der Infrastruktur

Die Entwicklung eines jährlich abnehmenden Pro-Kopf-Gebrauchs und der Rückgang der Wasserabgabe an die Industrie führten in Deutschland inzwischen zum Teil zu einer Unternutzung der ausgelegten Infrastruktur und ließen kaum noch Spielraum nach unten, so Abke. Um Ablagerungen und Korrosion sowie hygienische Probleme aufgrund längerer Aufenthaltszeiten und geringerer Fließgeschwindigkeit zu vermeiden, müssten die Trinkwasser- und insbesondere Abwasserleitungen intensiv gespült wer­den. Die vermehrte Spülung verhalte sich bei zunehmendem Betriebsaufwand kontra­produktiv zu dem eigentlich reduzierten Wassergebrauch. Ein wirkliches Wassersparen sei in diesen Fällen nicht möglich. Zudem führten sie letztendlich zu einer zusätzlichen Kostenbelastung für den Kunden.

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