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Tipps zum neuen Brennwertkessel

(9.12.2012) Alter Heizkessel raus, moderner Brennwertkessel rein. Immer mehr Haus­eigentümer entscheiden sich für diesen Schritt, um Energie und Heizkosten zu sparen. 2011 haben laut dem Bundesverband Haus-, Energie- und Umwelttechnik (BDH) rund 420.000 Hauseigentümer einen Brennwertkessel gekauft. Das sind zwei Drittel der in Deutschland neu gekauften Wärmeerzeuger in Wohngebäuden. Brennwertgeräte holen mehr aus Energieträgern wie Gas oder Öl, weil sie auch die im Wasserdampf der Abga­se „versteckte Wärme“ (Kondensationswärme) nutzen. „Wer über hohe Energiepreise stöhnt, sollte seinen alten Heizkessel durch ein Brennwertgerät ersetzen“, sagt Tanja Loitz, Geschäftsführerin der co2online gemeinnützige GmbH.


Besonders energiesparend ist die Kombination mit einer Solaranlage für das warme Wasser. Über die von co2online initiierte Kampagne „Meine Heizung kann mehr“ finden Hauseigentümer Tipps mit Informationen über Kosten, Installation und die Auswahl des passenden Brennwertkessels. Hier eine Auswahl der wichtigsten Ratschläge:

1. Der alte Kessel funktioniert. Ist ein neuer Brennwertkessel dennoch sinnvoll?

Heizkessel sind in Deutschland im Schnitt 24 Jahre alt. Im Gegensatz zu Rotweinen erhöht sich ihre Qualität allerdings nicht mit zunehmendem Alter. Experten raten da­her, den Heizkessel zu tauschen, wenn dieser länger als 15 Jahre in Betrieb ist. Im Vergleich zu einem alten Standardkessel kann ein Brennwertkessel pro Jahr zwischen zehn und 20 Prozent Energie sparen. Die Infografik oben zeigt: In einem Einfamilien­haus können 660 Euro Heizkosten pro Jahr gespart werden. Der Kauf eines Brennwert­kessels rechnet sich so bereits nach sieben Jahren.

2. Wie teuer ist ein Brennwertkessel?

Die Preise für Gas-Brennwertkessel liegen zwischen 4.500 und 7.000 Euro (ohne Ein­bau). Öl-Brennwertkessel sind etwas teurer. Wird zusätzlich eine Solaranlage für die Warmwasserbereitung oder Heizungsunterstützung installiert, muss mit Kosten von 15.000 bis 20.000 Euro gerechnet werden. Der Einspareffekt ist allerdings dann auch höher.

3. Worauf sollte beim Kauf eines Brennwertkessels geachtet werden?

Zunächst sollte der Wärmebedarf des Hauses vom Fachmann berechnet werden. Die­ser dient als Grundlage für die benötigte Leistung des Heizkessels. Brennwertkessel können vom Keller bis zum Dach so gut wie überall installiert werden. Wandhängende Modelle sind sehr platzsparend. Bodenstehende Modelle brauchen mehr Platz, kommen aber ohne Überströmeinrichtungen aus, die den Brennwerteffekt beeinträchtigen kön­nen. Verbraucher sollten außerdem nicht nur auf hohe Wirkungsgrade im Brennerbe­trieb achten. Da der Kessel oft nur in Betriebsbereitschaft ist - vor allem im Sommer - sollten Käufer auch die Stillstandsverluste bei der Auswahl berücksichtigen. Zusätzlich sollte eine stromsparende Hocheffizienzpumpe integriert sein.

4. Was ist bei der Installation wichtig?

Bei der Installation des Brennwertkessels sollte gleichzeitig ein so genannter hydrau­lischer Abgleich gemacht werden. Diese Optimierung der Heizanlage ist eine wichtige Voraussetzung für effizientes Heizen mit Brennwerttechnik. Sie sorgt dafür, dass sich die Wärme gleichmäßig im Haus verteilt und das Heizungswasser langsam genug durch die Rohre strömt und entsprechend abkühlt. Je kühler das Heizwasser von den Heiz­körpern in den Kessel zurückfließt, desto besser kühlt es dort die heißen Abgase und fördert den energiesparenden Brennwerteffekt. Mit dem WärmeCheck, einem kosten­losen Online-Ratgeber, können Hauseigentümer herausfinden, wie schnell sich ein hy­draulischer Abgleich rechnet:

5. Gibt es weitere Besonderheiten beim Einbau eines Brennwertkessels?

Beim Heizen mit einem Brennwertkessel bildet sich Kondenswasser. Damit die entste­hende Feuchtigkeit den Schornstein nicht schädigt, muss ein spezielles Kunststoff- oder Edelstahlrohr installiert werden. Dieses kann meist einfach in den vorhandenen Schornstein eingezogen werden. Darüber hinaus benötigt man einen Abwasseran­schluss, da das anfallende Kondenswasser in die Kanalisation abgeführt werden muss. Der Ablaufschlauch lässt sich meistens problemlos an das vorhandene Abwassersys­tem anschließen.

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