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Flächentarifvertrag von Bauunternehmern in Frage gestellt: IG BAU verlangt schnelle und eindeutige Erklärung

(8.7.2003) Mit Unverständnis reagierte die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt auf den Vorstoß regionaler Baugewerbe-Verbände, die am Montag dem Zentralverband des Deutschen Baugewerbes die Gefolgschaft bei bundesweiten Tarifabschlüssen aufgekündigt haben. "Der ZDB als einer unserer zentralen Ansprech- und Vertragspartner wird sich schnell und eindeutig zu erklären haben, welche Konsequenzen ein solcher Schritt einiger seiner Landesverbände hat", sagte IG-BAU-Sprecher Michael Knoche in einer ersten Stellungnahme. "Bisher liegen uns keine derartigen Absichtserklärungen vor, die Tarifverträge behalten bis auf weiteres ihre volle Gültigkeit", betonte der Gewerkschaftssprecher.

Die IG BAU habe zwei zentrale Ansprechpartner, mit denen sie Tarifverträge abschließe - den Zentralverband des Baugewerbes und den Hauptverband der Deutschen Bauindustrie. "Für regionale Veranstaltungen gibt es aus unserer Sicht überhaupt keinen Anlass", sagte Knoche. Das Baugewerbe benötige schon aus wirtschaftlicher Sicht einen Tarifvertrag, der flächenmäßig wirke, "sonst kommt es zu erheblichen Wettbewerbsverzerrungen mit hässlichen Folgen gerade für die kleineren und mittelständischen Firmen", erklärte der IG-BAU-Sprecher.

Die von Niedersachsen und anderen Bundesländern angekündigte Tarifflucht sei vor dem Hintergrund der von Arbeitgeberseite gesuchten "Endabrechnung mit den Gewerkschaften" zu sehen, meinte Knoche. Man verfahre nun offenbar nach dem Motto "Gelegenheit macht Diebe". Dafür stehe die IG Bauen-Agrar-Umwelt nicht zur Verfügung. "Wir setzen weiter darauf, mit den zentralen Verbänden zu vernünftigen Lösungen zu kommen", so der Sprecher weiter. Eine Dezentralisierung der Einkommenstarifverhandlungen helfe der Krisengeschüttelten Bauwirtschaft überhaupt nicht. "Im Gegenteil, das bedeutet Kannibalismus pur", so Knoche.

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