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Sind einschalige Schornsteine ein Bauschadensrisiko?

(14.9.2005) Einschalige Schornsteine bestehen aus einem einzigen Schacht aus Mauerwerk oder Leichtbeton ohne ein Innenleben wie z.B. ein keramisches Rohr. Man findet sie häufig noch in älteren Gebäuden. Immer wieder aber gibt es auch bei Neubauten eine Nachfrage nach solchen - "besonders preisgünstigen" - Schornsteinen zum Anschluss an einen Kamin- oder Kachelofen.

Experten warnen vor dieser Kombination, die unter ungünstigen Umständen zu Bauschäden ("Versottung") durch Feuchtigkeit führen kann. Die entscheidenden Kriterien in diesem Zusammenhang sind ...

  • die Abgastemperatur,
  • der Feuchtigkeitsgehalt der Abgase,
  • der Querschnitt des Schornsteins und
  • ggf. die Wärmedämmung des Schachtes.

Billige einschalige Schornsteine weisen einen verhältnismäßig großen Querschnitt auf. Die Abgase strömen dadurch langsamer und kühlen auf ihrem Weg nach oben schneller aus. So bildet sich an den kältesten Stellen im Schacht (Wände und Schornsteinkopf) Kondensat, welches ins Schornsteinmauerwerk eindringt und auf Dauer zur Durchfeuchtung führen kann. Die Wahrscheinlichkeit hierfür steigt noch, wenn der Schacht nicht wärmegedämmt ist.

Auch wenn in Kamin- und Kachelöfen mit vergleichsweise höheren Abgastemperaturen gearbeitet wird, so schützt dies dennoch nicht vor dem genannten Problem: Da diese Heizquellen in der Regel nicht im Dauerbetrieb arbeiten, entstehen große Temperaturschwankungen, die zusammen mit den Systemeigenschaften (nicht isoliert etc.) von einwandigen Schornsteinen den Durchfeuchtungs-Prozess forcieren können.

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Bild aus der Meldung "Wienerberger überarbeitet sein Schornsteinangebot" vom 13.4.2005

Die sichere Lösung, um solche Probleme zu vermeiden, sind mehrschalige Schornsteinsysteme mit integrierter Wärmedämmung und beispielsweise keramischem Innenrohr (Bild oben). Mit einem Luft-Abgas-Schornstein, wie z.B. dem Absolut mit Thermo-Luftzug von Schiedel, lässt sich neben der Versottung noch ein zweites Problem von vorneherein vermeiden: Durch die Energieeinsparverordnung (EnEV) und die darin geforderte luftdichte Bauweise mit Wohnraumlüftung, Festbrennstoffe, Schornstein, Luft-Abgas-Schornsteine, Festbrennstoffen, Lüftungsanlagen, Wohnungslüftung, Schornsteine, Zentralheizungszug, Heizungsanlagez.B. neuen Fenstern steht für den Kamin und Kachelofen oft nicht genügend sauerstoffhaltige Verbrennungsluft im Raum zur Verfügung. Sie muss separat - also über einen eigenen Zugang - bezogen werden. Dies gilt erst recht, wenn parallel zum Kamin- oder Kachelofen in den entsprechenden Räumen eine Lüftungsanlage und/oder Dunstabzugshaube betrieben wird. Der Förderdruck eines einschaligen, ungedämmten Schornsteins kann dann zu niedrig werden, so dass die Abgase nicht vollständig abgeführt werden und Geruchsbelästigung eintritt, oder sogar gesundheitliche Schäden für die Bewohner entstehen können.

Der Kamin- oder Kachelofen "zieht" nicht richtig.

Die passende Lösung für diese Problematik stellen besagte Luft-Abgas-Schornsteinsysteme dar (siehe rechts). Hier werden Verbrennungsluft und Abgasableitung baulich getrennt voneinander geführt. Solche Schornsteine ermöglichen den raumluftunabhängigen Betrieb eines Kamin- oder Kachelofens, indem er die notwendige Verbrennungsluft über einen eigenen, an den Mantelstein angeformten Lüftungszug zur Verfügung stellt. Dieser sollte werkseitig bereits gedämmt sein, so dass die Bildung einer Kaltader im Haus verhindert wird.

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