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Sichere Rahmenbedingungen für Heizungsinvestitionen bis 2015?!

(20.9.2008) "Die Politik hat verstanden, dass Industrie und Verbraucher sichere Investitionsbedingungen brauchen, wenn der riesige Modernisierungsstau in deutschen Heizungskellern abgebaut werden soll", resümiert BDH-Hauptgeschäftsführer Andreas Lücke nach der 2. Deutschen Wärmekonferenz, die am 16.9. in Berlin stattfand. Mehr als 200 Vertreter aus Politik, Wirtschaft und von Verbraucherverbänden führten auf Einladung des BDH den Fachdialog zwischen Politik und Heizungsindustrie weiter fort.

Energiepreisentwicklung in Deutschland

Konsens bestand bei den anwesenden energiepolitischen Sprechern der Bundestagsfraktionen von SPD, Ulrich Kelber, CDU, Dr. Joachim Pfeiffer, und FDP, Michael Kauch. Ihre gemeinsame Aussage lautete: Die wichtigsten Förderprogramme sind bis 2015 abgesichert und werden unabhängig von Regierungskonstellationen Bestand haben; das "Stop and Go" nach Kassenlage hat also offensichtlich ein Ende und jeder förderfähige Antrag wird bewilligt.

Klaus Jesse, Präsident des BDH, lobte dies: "Die Bundespolitik reagiert damit auf eine Forderung des BDH, für verlässliche Investitionsbedingungen zu sorgen. Die Diskussionen der letzten Jahre um neue gesetzliche Vorgaben und Förderanreize haben dem Markt zuletzt stark geschadet." Der Heizungsmarkt sei in diesem Jahr endlich wieder angesprungen. Dies führte Jesse auf die nunmehr stabilen Rahmenbedingungen zurück. Der Markt funktioniere bereits im Sinne des Gesetzgebers: Indikator hierfür sei, dass bereits 40% aller neuen Heizungsanlagen erneuerbare Energien einkoppeln. Für 2015 prognostiziert Jesse sogar 80% Heizungsinvestitionen mit regenerativen Anteilen. Voraussetzung hierfür sei, dass die Länder auf zusätzliches Ordnungsrecht in Form von Nutzungspflichten verzichten.

Michael Müller, Staatssekretär im Bundesumweltministerium, sieht große Chancen dafür, dass die deutsche Heizungsindustrie ihre technologische Führungsrolle auf dem Weltmarkt weiter ausbauen kann. Energieeffizienz und erneuerbare Energien seien als strategische Zukunftsfelder von elementarer volkswirtschaftlicher Bedeutung und deshalb offensiv zu besetzen.

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