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Hochkonjunktur bei Modernisierungen

(13.3.2011) Ein Fünftel aller Wohneigentümer hat in den letzten 3 Jahren Modernisierungs- bzw. Renovierungsarbeiten mit einem Volumen von über 5.000 Euro an ihrer Immobilie durchgeführt bzw. durchführen lassen. Das zeigt eine aktuelle GfK-Untersuchung im Auftrag der LBS. Demnach bezogen sich die meisten Maßnahmen auf Bodenbeläge, Fenster und Haustechnik. Und in der Regel wurden nicht nur einzelne, spezifische Modernisierungen durchgeführt, sondern mindestens zwei weitere Maßnahmen zeitgleich. Durchschnittlich investieren die Hauseigentümer hierfür knapp 21.000 Euro.

Die Umfrage war anders als üblich auf größere Bestandsinvestitionen abgestellt - d.h. im Umfang von über 5.000 Euro. Normale Schönheitsreparaturen und andere kleinere Maßnahmen bleiben unberücksichtigt. Insgesamt haben die GfK-Marktforscher bundesweit über 3.100 Hauseigentümer zu ihrem Modernisierungsverhalten in den letzten drei Jahren bzw. zu den entsprechenden Planungen für die nächsten drei Jahre befragt.

Bei der Art der durchgeführten Maßnahmen steht die Erneuerung von Fußböden (35%) sowie die der Heizungs- und Warmwasseranlage (33%) eindeutig im Vordergrund, gefolgt von der Verbesserung von Fenstern (28%), Armaturen bzw. Wasserleitungen (27%) sowie der Elektrik (24%). Investitionen in Fassadenarbeiten (17%), Dacharbeiten (15%) sowie in die Wärmedämmung des Daches (15%) seien teurer und daher nicht so häufig anzutreffen. Bislang noch eher selten (mit jeweils 4%) seien Energieinvestitionen in Photovoltaikanlagen sowie Maßnahmen zum altersgerechten Wohnen.

Nach den Motiven befragt, geht es den Hauseigentümern um mehr Wohnkomfort (48% der Befragten), sowie darum, aufgetretene Schäden zu beseitigen (47%) und Energiekosten zu sparen (43%). Während in 12% der Fälle die Befragten aufgrund “öffentlicher Zuschüsse“ aktiv wurden, waren gesetzliche Vorgaben nur in zwei Prozent der Fälle Auslöser gewesen.

Eine wichtige Frage für private Eigentümer lautet: Wer kann einem bei der schwierigen Entscheidung über das Ob und Wie der konkreten Modernisierung helfen? Hier zeigt das Umfrageergebnis, dass der lokale Experte die erste Adresse ist. Wenn es nämlich darum geht, sich über mögliche Maßnahmen zu informieren, dann wenden sich die Hauseigentümer zu allererst an Handwerker (84%). Mit großem Abstand folgen Freunde und Bekannte (23%) und erst danach Anbieter und Hersteller (21 bzw. 20%).

Die Untersuchung zeigt auch, dass sich Hauseigentümer vom Instandhaltungsbedarf ihrer eigenen vier Wände im Normalfall nicht überraschen lassen. Denn nicht selten werden die Arbeiten über angesparte Eigenmittel finanziert. Ein Drittel aller Hauseigentümer legt laut LBS Research gezielt Geld für diese Fälle zurück. Im Schnitt handele es sich dabei um monatliche Sparbeiträge von 175 Euro.

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