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Kerndämmung mit Perlite: alter Dämmstoff für aktuelle Anforderungen

(29.6.2012) Bereits seit den sechziger Jahren gibt es bauauf­sichtlich zugelassene Kerndämmstoffe wie Perlit. 1990 wurde die Kerndämmung schließlich als Regelbauweise in die DIN 1053 aufgenommen. Nach DIN 1053-1 Mauerwerk dürfen für die Wärmedämmung zweischaliger Außenwände mit Kerndäm­mung Platten, Matten, Granulate und Schüttungen aus Dämm­stoffen, die dauerhaft wasserabweisend und durch Zulassung geregelt sind, verwendet werden. Zu den dauerhaft wasser­abweisenden, lose eingebrachten Wärmedämmstoffen zählt das Granulat Hyperdämm aus natürlichem Perlit (Vulkange­stein). Hyperdämm hat sich seit über 40 Jahren als hochwer­tiger Dämmstoff beim Einsatz als Kerndämmung bewährt.

EnEV 2009 - Anforderungen erfüllt

Es gilt weiterhin die Regelung der Anlage 3 (zu den §§ 8 + 9) zur EnEV: Anforderungen bei Änderung von Außenbauteilen bestehender Gebäude: „Bei einer Kerndämmung von mehrschaligem Mauerwerk gilt die Anforderung als erfüllt, wenn der bestehende Hohl­raum zwischen den Außenwandschalen  vollständig mit Dämmstoff ausgefüllt wird.“

Die Fachkommission „Bautechnik der Bauministerkonferenz“ hat in der 11. Staffel, Aus­legungsfragen zur EnEV 2009 auf Seite 59, diese Regelung bestätigt. Somit erfüllt Hyperdämm auch weiterhin die Anforderungen der EnEV 2009.

Hohlraumfreie Dämmschicht

In der Regel wird Hyperdämm von außen eingebracht. Das vermeidet Schmutz im Wohnbereich. Hierzu werden in der Fassade einige etwa 5 cm große Bohrungen vor­genommen - oder es werden einzelne Klinkersteine entfernt. Mit Hilfe eines Einblas­gerätes wird die Dämmstoffkörnung zerstörungsfrei über einen flexiblen Schlauch mit leichtem Überdruck in die Hohlschicht zwischen den Mauerwerksschalen eingeblasen. Durch den Überdruck soll sich das Material zu einer geschlossenen, volumenbestän­digen und hohlraumfreien Dämmschicht verdichten.

Bei ungedämmten Wänden kann sich Kondensat auf der Innenseite bilden. Bei einer gedämmten Wand (Außentemperatur -10°C und Innentemperatur +20°C) liegt die Wandoberflächentemperatur dagegen bei ca. 18°C. Eine Oberflächenkondensatbildung kann somit verhindert werden. Selbst bei Schlagregen und nasser Außenschale bleibt die Dämmschicht trocken und behält ihre wärmedämmenden Eigenschaften. Die Mine­ralkörnung Hyperdämm ist zudem resistent gegen Alterung, Verrottung, Schrumpfung und Ungeziefer. Sie bleibt dauerhaft volumenbeständig, da sie sich zu einer hohlraum­freien, fugenlosen Dämmschicht verzahnt. Das Material ist vom Deutschen Institut für Bautechnik bauaufsichtlich zugelassen (Z-23.15-1635) und nicht brennbar (Baustoff­klasse A1). Zusätzlich unterliegt das Dämmmaterial einer ständigen Güteüberwachung.

Die Kombination aus Kerndämmung und Innendämmung minimiert hier Wärmebrücken im Bereich des Sockelanschlusses. 

Vermeidung von Wärmebrücken durch Kombination von Hyperdämm mit TecTem Innendämmung

Die TecTem Insulation Board Indoor, ebenfalls hergestellt aus Perlit, ist eine kapillar­aktive Innendämmung und die passende Ergänzung zu der Kerndämmung mit Hyper­dämm. Die formstabile Dämmplatte in Dicken von 50 bis 200 mm ist bauaufsichtlich zugelassen (Z-23.16-1732) und genügt strengsten Umwelt- und Gesundheitsbestim­mungen. Die faserfreie Dämmplatte ist absolut schimmelresistent und nicht brennbar (Baustoffklasse A1 nach DIN EN 13501-1). Sie entspricht den deutschen und euro­päischen Normen - siehe auch Baulinks-Beitrag "TecTem Insulation Board Indoor erhält natureplus Qualitätszeichen" vom 19.5.2011

Knauf Aquapanel gibt für das TecTem Insulation Board Indoor an ...

  • eine Wärmeleitfähigkeit von ? = 0,45 W/mK,
  • einem Wasserdiffusionswiderstand µ von 5 – 6 und
  • einem Wasseraufnahmekoeffizienten AW 1,98 kg/m2s0,5.

Bei einer Kombination der Kerndämmung Hyperdämm mit der kapillaraktiven Innendäm­mung TecTem Insulation Board Indoor werden die spezifischen Eigenschaften beider Dämmsysteme kombiniert: Wärmebrücken werden reduziert, die Wärmedämmung wird nochmals verbessert, die Wandoberflächentemperatur wird weiter erhöht.

Die Kombination aus Kerndämmung und Innendämmung minimiert hier Wärmebrücken im Bereich des oberer Fensteranschlusses.  

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