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Auslandsbaustatistik: 2016 leichter Rückgang bei der Bauleistung, positiver Ausblick auf 2017

(7.6.2017) Dip.-Ing. Hans-Joachim Bliss, Vorsitzender des Auslandsbau-Ausschusses im Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) legte heute (7. Juni) die Auslandsbaustatistik für 2016 vor. Demnach ist die internationale Bauleistung 2016 leicht auf 24,8 Mrd. Euro zurückgegangen. Aber aufgrund des deutlich gestiegenen Auftragseingangs um 10% auf 27,2 Mrd. Euro erwartet Bliss für das laufende Jahr bei der Bauleistung ein Wachstum von rund 10%, und auch das Auftragsvolumen dürfte weiter steigen.

Diese im Großen und Ganzen positive Entwicklung führt Bliss vor allem auf zwei Faktoren zurück:

  • Zum einen seien die deutschen Auslandsbaufirmen und ihre ausländischen Tochter- und Beteiligungsgesellschaften bei komplexen Infrastrukturvorhaben im Verkehrsbereich, im Spezialtiefbau, im gewerblichen Hochbau sowie zunehmend auch im Zukunftsmarkt des nachhaltigen und umweltfreundlichen Bauens gut aufgestellt.
  • Zum anderen mache sich die klare Fokussierung der internationalen Aktivitäten auf die Industrieländer bezahlt.

Die Aktivitäten deutscher Baufirmen im Ausland erstreckten sich ...

  • vom Umbau einer Kupfermine
  • über Gründungsarbeiten für Offshore-Windfarmen
  • über die Planung, den Bau und den Betrieb von Autobahnstrecken
  • über innerstädtische S-Bahn-Netze
  • über die Trinkwasserversorgung von Großstädten
  • bis hin zu „klassischen“ Aufgaben, wie dem schlüsselfertigen Bau eines Hotelkomplexes mit Wohnturm und Konferenzzentrum.

mal wieder der Mittelstand

„Vor allem bei technisch anspruchsvollen Bauprojekten in der Verkehrsinfrastruktur sowie im Spezialtiefbau sind deutsche Firmen weltweit als Partner gefragt“, stellt Bliss fest. Zwar sei das Auslandsgeschäft in erster Linie eine Domäne der großen Baufirmen mit einem teilweise weltweiten Netzwerk an Beteiligungen, darüber hinaus gebe es aber auch spezialisierte mittelständische Bauunternehmen, die ihre Leistungen in mehr als 70 Ländern auf allen fünf Kontinenten erbrächten. Die deutsche Bauindustrie decke nicht nur den reinen Bauteil ab, sondern biete im Rahmen von Public-Private-Partnership-Modellen auch Gesamtlösungen an. So seien deutsche Baufirmen u.a. an Mautstraßen, an Brücken- und Tunnelverbindungen, an Bahnstrecken oder an Projekten der sozialen Infrastruktur beteiligt.

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