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Ceresana-Report zum europäischen Markt für Kunststoffrohre

Ceresana-Report zum europäischen Markt für Kunststoffrohre
  

(3.12.2017) Kanalisation gibt es schon seit gut 5.000 Jahren  -aber selbst heute längst nicht überall: In Frankreich z.B. sind über 5 Mio. Haushalte nicht an das öffentliche Abwassernetz angeschlossen. Vor allem in ländlichen Gebieten muss in Europa die Abwasser-Infrastruktur noch ausgebaut werden. In den Städten geht es dagegen weniger um Neuerschließung als um die Erneuerung alter Rohrleitungen für Abwasser, Trinkwasser, Kabelschutz, Gasleitungen und andere Anwendungen. Rohre aus Kunststoff werden dabei immer beliebter, weil sie leicht sind und als beständig und praktisch gelten. Zunehmend verdrängen sie die Materialien Aluminium, Beton, Gusseisen, Kupfer oder Stahl.

Bereits zum dritten Mal hat das Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Ceresana den europäischen Markt für Kunststoffrohre untersucht: Die Analysten erwarten, dass die Nachfrage bis zum Jahr 2024 europaweit auf über 5,2 Mio. Tonnen anwachsen wird.

PVC und Polyethylen führend

Der Verbrauch von Kunststoffrohren hängt insbesondere von der Entwicklung der Baubranche ab. Die Bedeutung der Anwendungsgebiete für die einzelnen Rohrtypen unterscheidet sich jedoch deutlich. Die wichtigsten Produkttypen im Jahr 2016 waren PVC- und Polyethylen-Rohre.

  • Rohre aus Polyvinylchlorid (PVC) sind vergleichsweise günstig und kommen insbesondere bei Abwasser, Trinkwasser sowie Kabelschutz zum Einsatz.
  • Rohre auf Basis von Polypropylen und Polyethylen spielen zunehmend bei Trinkwasser, Gasversorgung und Industrie-Anwendungen eine wichtige Rolle.

Kunststoffrohre machen Rohren aus Stahl, Steinzeug oder anderen Materialien überall Konkurrenz. In einzelnen Ländern können aber sinkende Staatsausgaben, unsichere politische Verhältnisse und/oder fehlende Privatinvestitionen ebenso drastische Auswirkungen auf die Bauindustrie und den Rohrmarkt haben wie andererseits gezielte Förderprogramme für einzelne Bausegmente. Auch die Intensität, mit der Investitionen in den Bereich Bewässerung oder in den Ausbau der Glasfasernetze vorangetrieben werden, unterscheidet sich von Land zu Land deutlich.

Auf dem vergleichsweise gesättigten Markt in Westeuropa werden höherwertige Rohrtypen aus Polypropylen und Polyethylen verstärkt nachgefragt, während der Verbrauch von PVC-Rohren kaum noch wächst. Die Nachfrage nach Kunststoffrohren entwickelt sich beispielsweise in Dänemark, Deutschland und der Schweiz positiv. Dagegen steht für einige südeuropäische Länder, wie z.B. Spanien, kurzfristig keine wesentliche Erholung in Aussicht.

Im Vergleich zum Westen verzeichnen in Osteuropa PVC-Rohre noch höhere Zuwächse. Vor allem weil dort die Netze für Wasserversorgung und Entsorgung weiterhin einen hohen Nachholbedarf haben, erwarten die Marktforscher von Ceresana für Osteuropa in Zukunft höhere Wachstumsraten des Kunststoffrohrverbrauchs.

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