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Rohstoffengpass bei löslichen Farbstoffen für Masterbatches

(25.8.2018) Hersteller von Masterbatches (Farbgranulaten) sind derzeit verunsichert hinsichtlich der zuverlässigen Versorgung mit Rohstoffen. Der Masterbatch-Verband sieht die Ursache für die aktuellen Lieferengpässe darin, dass es seit Mai dieses Jahres aufgrund gestiegener Umweltauflagen zu Produktionsstopps in verschiedenen chinesischen Chemieparks kommt.

Zur Erinnerung: Hochlichtechte Farbstoffe basieren häufig auf Anthrachinon oder ähnlichen Vorstufen. Die Produktion dieser Zwischenprodukte für die Farbstoffsynthese wurde in den letzten Jahren aus Europa nach Asien verlagert.

Nach Informationen der Farbstoffhersteller sind von den Produktionsstopps etwa 300 Firmen betroffen, wobei die Behörden offenbar nicht unterscheiden, ob ein Unternehmen in Verstöße verwickelt ist - oder eben auch nicht. Die Masterbatch-Branche sieht sich deswegen einer verschärften Versorgungslage bei brillanten Gelb-, Orange-, Rot- und Grünfarbstoffen gegenüber. Betroffen sind davon insbesondere Masterbatches, die in die Einfärbung von Kunstfasern, Verpackungen und technischen Kunststoffen gehen.

Mangels europäischer Produktionskapazitäten erwarten die Mitglieder des Masterbatch-Verbandes keine kurzfristige Normalisierung der Verfügbarkeit der obengenannten Farbstoffe. Als bedenklich bewerten sie die Abhängigkeit ihrer Zulieferindustrie von global verlagerten Versorgungsketten. Sie haben keinen eigenen Handlungsspielraum bei unvorhergesehenen Ereignissen.

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