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Malerische Fassadenkunst für einen sanierten Wohnturm

(25.8.2018) „Es kommt doch auf die Größe an!“ Noch während ein riesiges Banner mit diesem provokativen Schriftzug an der Fassade des 18-stöckigen Hochhauses in der Feldbergstraße in Langen (siehe Google-Maps) für Aufmerksamkeit sorgte, begannen dahinter die Arbeiten an einer bemerkenswerten Fassadengestaltung: In sieben Wochen wich grauer Beton einer abstrakt-naturalistischen Malerei mit blauem Himmel, weißen Wolken, täuschend echten Bäumen und einem illusionistischen Streichelzoo - kreiert von dem auf exklusive Wandmalerei spezialisierten Künstler Ulrich Allgaier.


Ausgangssituation

Das Gebäude (Bild rechts) mit seinen 105 Wohnungen gehört zum Bestand der 1947 gegründeten Baugenossenschaft Langen eG, und es sollte nicht nur frische getüncht, sondern grundlegend und nachhaltig saniert werden - inklusive der Ertüchtigung des Brandschutzes sowie der Modernisierung der sanitären und elektrischen Installationen. Im Hinblick auf das Ziel, den Primärenergiebedarf um ca. 80% zu senken, wurden außerdem 600 Kunststofffenster ausgetauscht und recycelt sowie die gesamte Fassade gedämmt und neu verputzt.

Entscheidung für mineralisches WDVS

„Nachhaltiges Handeln und Verantwortung gegenüber Mensch und Umwelt spielen in unserer Philosophie generell eine wichtige Rolle, deshalb entschieden wir uns für ein mineralisches Wärmedämmverbundsystem. Der durchgängig mineralische Aufbau ist nicht nur brandschutztechnisch, sondern auch ökologisch und bauphysikalisch optimal“, erläutert Mathias Weber, Sachgebietsleiter der Großmodernisierung. Weber war in seinem früheren beruflichen Werdegang Maler und empfahl aufgrund eigener Erfahrungen das Wärmedämmverbundsystem KEIM Klassik-MW: „KEIM als Marktführer im Denkmalschutz bemüht sich mit diesem System nun auch verstärkt um die Wohnungswirtschaft – das finde ich gut.“

Haushohe Attraktion

Zusätzlich zu den inneren Werten setzten die Verantwortlichen auch auf die sichtbare Aufwertung des Wohnturms durch eine nicht alltägliche Fassadengestaltung.

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Auf Empfehlung von KEIM Key-Account-Manager Patrick W. Gonzales wurde der Fassadenkünstler Ulrich Allgaier mit der Entwicklung von fünf Entwürfen für alle Fassadenflächen beauftragt. Der Vorstand wünschte sich eine lebendige, möglichst naturalistische Gestaltung, die optisch kleinere Mängel im Eingangsbereich überspielt, die schnell entstehen, wenn der Zuweg bis an die Fassade reicht und dort häufig Fahrräder abgestellt werden. Einer der Vorschläge fand die begeisterte Zustimmung aller Beteiligten: Zwei sich überlagernde Landschaften, die eine haushoch aufgerastert in große Farbpixel für die Fernwirkung, die andere naturalistisch-illusionistisch für die Begegnung auf Augenhöhe:

Fassadenplan 

„Mein Gestaltungskonzept steht für die Natur. Der Betrachter aus der Ferne sieht im Bereich der unteren fünf Stockwerke das Grün entfernter Landschaft bis zum Horizont. Darüber erhebt sich der blaue Himmel mit seinen Wolkengebirgen“, beschreibt Allgaier sein Konzept. „Der vor dem Haus stehende Betrachter kann den Blick über Flora und Fauna schweifen lassen und vergisst dabei fast, dass er nur auf eine schlichte Hauswand sieht.“

Malerei und Technik

Der hohe Nachhaltigkeitsanspruch der Genossenschaft wird auch bei der Umsetzung dieser gestalterischen Arbeit deutlich: Sowohl für die farbigen Rasterflächen der abstrakten Hintergrund-Landschaft, ausgeführt von einem beauftragten Malerbetrieb, als auch für die vom Künstler und seinem rund zehnköpfigen Team realisierte kunstvoll-na­tu­ra­listische Landschaft wurden ausschließlich KEIM-Farben verwendet. „Ich arbeite besonders gerne mit mineralischen Farben. Sie garantieren Farbbrillanz, absolute Lichtechtheit und Farbbeständigkeit - eine unerlässliche Voraussetzung für meine Arbeit“, betont Ulrich Allgaier. „Die Fassadenmalerei in der Dimension eines Hochhauses war auch für mich Premiere und Herausforderung, die uns aber - nicht zuletzt dank der guten Zusammenarbeit mit dem Malerbetrieb und der KEIM Farbmetrik - richtig gut gelungen ist.“

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Nachhaltige Wirkung

Zufrieden sind nicht nur der Künstler und sein Team, auch die Auftraggeber fühlen sich in ihrer Entscheidung, allein in die Fassadengestaltung 175.000 Euro zu investieren, bestätigt: „Das ist viel Geld. Aber wir schaffen hier ein Leuchtturmprojekt und werten das gesamte Quartier auf. Die neue Gestaltung macht dieses - bislang eher unpopuläre - Hochhaus zum Markenzeichen der Stadt Langen“, so Wolf-Bodo Friers, der Vorstandsvorsitzende der Baugenossenschaft Langen und sein Vorstandskollege Stephan Langner ergänzt: „Wir bekommen extrem viel positives Feedback, von den Bewohnern, die sich jetzt gerne mit ihrem Haus identifizieren, aber auch von benachbarten Anwohnern, die sich an dem neuen und positiven Anblick erfreuen.“

Weitere Informationen zu malerischer Fassadenkunst können per E-Mail an Keimfarben angefordert werden.

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