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Mut zum Modulbau auf 168 Seiten von Detail


  

(15.12.2019) Mit seriellen Bauweisen lässt sich der Bedarf an Kindertagesstätten, Schulen, Verwaltungsgebäuden, Krankenhäusern und Wohnraum vergleichsweise schnell und flexibel decken. Ein Allheilmittel im Immobilien- und Bauwesen sind sie jedoch nicht. Vielmehr sind Modulbauten eine Option im planerischen und organisatorischen Instrumentenkasten. Ein Instrument allerdings, das - wenn man es richtig anwendet - reproduzierbare Qualität verspricht, Zeit spart und fixe Kosten ermöglicht.

Die Herausforderung für modular bauende Bauherren und Architekten sind die damit verbundenen Planungs- und Bauprozesse, die sich doch erheblich von denen der konventionellen Bauweise unterscheiden. Viele Architekten und auch Bauherren haben aber noch immer Vorbehalte gegenüber modularen Bauweisen.

Foto aus dem Beitrag „Schnelle Nachverdichtung in Leverkusen mit Modulbauten“ vom 1.11.2019

Die Architekturfachzeitschrift Detail hat nun ein Fachbuch zum modularen Bauen herausgebracht, das die Möglichkeiten und Chancen des seriellen Bauens zeigt. Der Herausgeber Thomas Jakob, Redakteur bei Detail, hat dazu mit vielen Architekten über ihre Erfahrungen im Modulbau gesprochen. Zu Wort kommen Architekten, die zum ersten Mal mit seriellen Elementen oder Raummodulen geplant haben, aber auch solche, die schon mehrere Gebäude in Modulbauweise realisiert haben. Die Bandbreite der Projekte reicht ...

  • vom einfachen Hortgebäude
  • über einen Systembaukasten für den Wohnungsbau
  • bis hin zu Großprojekten im Krankenhausbau.

Auch Modulbauunternehmen kommen zu Wort. Denn sie bieten mittlerweile eine erstaunliche Bandbreite an Lösungen, auf die Architekten und Bauherren zurückgreifen können und die sich je nach Bedarf auch individuell anpassen lassen.

Foto aus dem Beitrag „Modular gebaut, auf flexible Langfristigkeit ausgelegt: Neue Zentrale des Caritasverbands in Speyer“ vom 16.9.2017

Wie wichtig dabei die Zusammenarbeit zwischen Planern und ausführendem Unternehmen ist, betonen alle Architekten, mit denen Herr Jakob gesprochen hat. Und auch die meisten Unternehmen sind offen für eine enge Zusammenarbeit. Sie möchten von den Architekten lernen und sich mit ihnen weiterentwickeln. Und ebenso können Planer von den Unternehmen lernen. Denn ob sie es wollen oder nicht: Die Vorfertigung wird weiter zunehmen. Damit daraus auch qualitätsvolle Architektur entsteht, müssen sie sich mit dieser Bauweise auseinandersetzen, sich einbringen und einmischen. Die Architekten, die dies getan haben, schätzen die Vorteile des seriellen Bauens. Und sie werden wieder modular bauen, wenn es die Bauaufgabe hergibt.

Die bibliographischen Angaben zum Buch:

  • Modulbau: Ein Handbuch aus der Praxis für die Praxis (DETAIL Special)
  • 168 Seiten. Zahlreiche Abbildungen, Format 20 x 28,9 cm, Deutsch, Softcover
  • ISBN: 978-3-95553-502-5
  • erhältlich u.a. bei Weltbild und Amazon

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