Baulinks -> Redaktion  || < älter 2020/0104 jünger > >>|  

13½-minütiger VDI-Film zur CO₂-neutralen Fabrik bzw. zur Green Factory

(19.1.2020) Mit einer eigenen Solaranlage, einem Blockheizkraftwerk, einer Pelletheizung sowie Produktionsprozessen, die auf die Stromerzeugung abgestimmt sind, lässt sich heute durchaus nahezu CO₂-neutral produzieren. Wie das geht, zeigt der Film „Die CO₂-neutrale Fabrik“ des VDI-Zentrums Ressourceneffizienz (VDI ZRE) am Beispiel des Allgäuer Unternehmens Alois Müller (siehe auch Google-Maps):

CO₂-neutrale Fabrik - Foto © VDI ZRE 

Das Allgäuer Unternehmen Alois Müller eröffnete 2019 am Standort Ungerhausen die Green Factory, ein nahezu energieautarkes Produktions- und Bürogebäude. Hier werden Heizungs- und Lüftungsanlagen sowie Teile für den Metallbau produziert.

Wetterbericht bestimmt Produktionszeiten

Eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach der Produktionshalle liefert mit einer maximalen Leistung von 1,1 Megawatt zwei Drittel der benötigten elektrischen Energie. Darüber hinaus wird Strom in das öffentliche Netz eingespeist. Überschüssige Abwärme von dem mit Biogas betriebenen Blockheizkraftwerk, welches bei fehlendem Solarstrom anspringt, und einem Pelletkessel wird wiederum in einem gut gedämmten 100.000 Liter fassenden Pufferspeicher aufgefangen. Diese wird im Unternehmen verwendet sowie in ein Nahwärmenetz eingespeist und damit das benachbarte Unternehmen versorgt.

Die gesamte Produktionsplanung ist darauf ausgelegt, dass der Solarstrom optimal genutzt wird. Das funktioniert nur mit digitalisierten Abläufen. Ein Enterprise-Resource-Planning-(ERP-)System gibt dem Fertigungsleiter deshalb einen immer aktuellen Überblick über den Stromverbrauch in den nächsten Stunden und das Stromangebot vom Dach. Daher werden die energieintensivsten Produktionsschritte zeitlich an das Stromangebot angepasst. So auch die Herstellung der als Energiespeicher genutzten Hilfs- und Betriebsstoffe.

Hilfsstoffe als Energiespeicher

Um den Solarstrom optimal zu nutzen, dienen selbst produzierter Stickstoff, vollentsalztes Wasser und Druckluft als Energiespeicher. Diese Medien werden in der Regel bei Sonnenschein produziert. Vorzugsweise am Wochenende, wenn die Produktion keine Energie benötigt. Darüber hinaus nimmt eine 230 kWh Lithiumbatterie den Solarstrom auf.

Mit dem selbst produzierten Strom wird eine eigene E-Tankstelle betrieben, die auch betriebsfremden Fahrzeugen zur Verfügung steht.

Die CO₂-neutrale Fabrik - Green Factory (Thumbnails für eine schnelle Inhaltsübersicht)

siehe auch für zusätzliche Informationen:

Impressum | Datenschutz © 1997-2020 ARCHmatic - Alfons Oebbeke (XING, linkedin)
ANZEIGE