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Anbau nachwachsender Rohstoffe (Nawaro) 2021 konstant

(18.4.2022) Die Anbaufläche für nachwachsende Rohstoffe (Nawaro) umfasste 2021 in Deutschland geschätzte 2,63 Mio. Hektar und bewegte sich damit auf weitgehend konstantem Niveau. Den Löwenanteil der Anbaufläche nahmen mit 1,57 Mio. Hektar die Energiepflanzen für Biogasanlagen ein. Der Maisanteil auf dieser Fläche lag bei 56%, es folgen Getreide, Gräser und Zuckerrüben. Die Durchwachsene Silphie als alternative Biogas-Energiepflanze hat im Anbauumfang von 3.500 auf rund 10.000 Hektar deutlich zugelegt.

Die Rapsanbaufläche für stoffliche und energetische Nutzungen stieg nach einem Tiefstand 2020 wieder auf knapp 600.000 Hektar an, ist aber von dem großen Flächenumfang früherer Jahre immer noch weit entfernt.

Weitgehend stabil blieben die Anbauflächen für Festbrennstoffe vom Acker, wie Miscanthus oder schnellwachsende Baumarten, sowie für stärke-, zucker-, öl- oder wirkstoffliefernde Pflanzen für technische Zwecke und Phytopharmaka.

Pflanzenfasern für die stoffliche Nutzung sind eine zwar kleine, aber kontinuierlich wachsende Anbau-Nische, deren Umfang von knapp 1.500 Hektar 2015 auf rund 6.500 Hektar 2021 kletterte.

Mit einem Anteil von über einem Fünftel der Ackerflächen stellen Nawaro ein bedeutendes Standbein für die Bauern in Deutschland dar. Gemeinsam mit den Waldbesitzern erzeugen diese den in Deutschland mengenmäßig wichtigsten erneuerbaren Energieträger Biomasse. Außerdem liefern sie Rohstoffe für Chemikalien und Produkte.

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