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Danfoss: Wärmepumpen für energieeffiziente und klimafeste Krankenhäuser 

(19.9.2025) Bei Hitzewellen sind viele Krankenhäuser ohne Klimatisierung besonders belastet: überhitzte Patientenzimmer, hoher Energiebedarf und veraltete Technik bringen Personal und Infrastruktur an ihre Grenzen. Gleichzeitig verschlingen deutsche Kliniken jährlich rund 1,5 Mrd. Euro für Energie, wovon etwa 60 % auf Heizung und Kühlung entfallen. Der durchschnittliche Verbrauch liegt bei 270 kWh/m² – doppelt so hoch wie in Verwaltungsgebäuden. Ein Haus mit 500 Betten benötigt jährlich bis zu 20 Mio. kWh. Das sind Ergebnisse des Krankenhaus-Barometers des Deutschen Krankenhausinstituts (DKI).

Im Krankenhaus Sønderborg wird Abwärme zur Ressource (Bild: Danfoss) 

Best Practice aus Dänemark

Ein Beispiel liefert das Sygehus Sønderjylland in Sønderborg: Dort wurden ineffiziente Systeme durch industrielle Wärmepumpen und Wärmerückgewinnung ersetzt. Das Krankenhaus reduzierte seinen Wärmebedarf um fast 14.000 MWh pro Jahr und speist überschüssige Wärme in das lokale Fernwärmenetz ein.

Ineffiziente Systeme wurden durch industrielle Wärmepumpen und Wärmerückgewinnung ersetzt. (Bild: Danfoss) 

Martin Brander, Senior Manager Global Sector Integration bei Danfoss: „Krankenhäuser haben eine große Chance, ihren Energieverbrauch zu senken, Betriebskosten zu reduzieren und Emissionen aus Heizung und Kühlung zu vermeiden. Um dieses Potenzial
auszuschöpfen, müssen wir jedoch die Elektrifizierung unserer Energiesysteme beschleunigen, indem wir Strom erschwinglicher machen. Die Elektrifizierung und Dekarbonisierung der Heizung wird durch bezahlbaren Strom ermöglicht. Diese Erschwinglichkeit ist jedoch derzeit nicht in allen Ländern und Regionen gleich. Die Politik sollte Maßnahmen ergreifen, um die Strompreise zu senken und Subventionen für fossile Brennstoffe abzuschaffen, damit sich die Amortisationszeit für industrielle Wärmepumpen verkürzt und die Dekarbonisierung zu einer soliden Investition für den Gesundheitssektor wird.”

Potenzial für Deutschland

Mit rund 2.000 Kliniken bietet auch Deutschland enormes Einsparpotenzial. Moderne Wärmepumpen ermöglichen nicht nur eine deutliche Senkung der Betriebskosten und CO₂-Emissionen, sondern sorgen zugleich für integrierte Kühlung. So lässt sich die Versorgungssicherheit in heißen Sommern verbessern und ein Beitrag zur Dekarbonisierung des Gesundheitssektors leisten.

„Indem Krankenhäuser Abwärme aus ihren Kühlsystemen auffangen, den eigenen Bedarf decken und den Überschuss ins lokale Fernwärmenetz einspeisen, werden sie quasi selbst zu Energieerzeugern. Was in Dänemark bereits Realität ist, lässt sich auch in Deutschland umsetzen – und zeigt eindrucksvoll, wie Gemeinden nachhaltige, widerstandsfähige und vernetzte Energiesysteme aufbauen können”, so Martin Brander weiter.

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