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Mehr Insolvenzen in der Bauwirtschaft und Arbeitnehmer­über­lassung

(13.2.2026) Die deutschen Amtsgerichte registrierten im November 2025 insgesamt 1.794 beantragte Unternehmens­insolvenzen. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, waren neben dem Wirtschaftsbereich Lagerei und Verkehr, insbesondere Unternehmen der Bauwirtschaft und der Arbeitnehmer­überlassung betroffen.

Bei den Ergebnissen ist zu berücksichtigen, dass die Anträge erst nach der ersten Entscheidung des Insolvenzgerichts in die Statistik einfließen. Der tatsächliche Zeitpunkt des Insolvenzantrags liegt in vielen Fällen annähernd drei Monate davor.

Rückgang von Forderungen

Die Forderungen der Gläubiger aus den im November 2025 gemeldeten Unternehmens­insolvenzen bezifferten die Amtsgerichte auf rund 1,5 Mrd. Euro. Im November 2024 hatten die Forderungen bei rund 2,8 Mrd. Euro gelegen. Dieser Rückgang trotz steigender Zahl der Unternehmens­insolvenzen, sei darauf zurückzuführen, dass im November 2024 mehr wirtschaftlich bedeutende Unternehmen Insolvenz beantragt hatten als im November 2025.

Insolvenzhäufigkeit nach Wirtschaftsbereichen

Bezogen auf 10.000 Unternehmen gab es im November 2025 insgesamt 5,2 Unternehmens­insolvenzen. Am höchsten war die Insolvenzhäufigkeit im Wirtschaftsabschnitt Verkehr und Lagerei mit 11,0 Fällen je 10.000 Unternehmen. Das Baugewerbe folgt mit 8,1 Fällen. Die Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen, wie Zeitarbeitsfirmen verzeichneten 7,7 Fälle je 10.000 Unternehmen.

Januar bis November 2025

Im Zeitraum von Januar bis November 2025 verzeichneten die Amtsgerichte insgesamt 22.027 beantragte Unternehmensinsolvenzen, das waren +10,0 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Forderungen der Gläubiger summierten sich auf 44,3 Mrd. Euro (zuvor 52,3 Mrd.).

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