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Baukonjunktur Halbjahresbilanz 2003

  • Talfahrt der Auftragseingänge setzt sich fort
  • Umsatzentwicklung noch schlechter als zu Jahresbeginn erwartet

(8.9.2003) Die deutsche Bauwirtschaft muss weiter auf die konjunkturelle Trendwende warten: Wie der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie in der neuesten Ausgabe seines Aktuellen Zahlenbildes mitteilt, ging der Auftragseingang im 1. Halbjahr 2003 um nominal 13,5 Prozent zurück. Ein Ende der negativen Entwicklung ist nicht abzusehen. Auch in der Hauptbauzeit Juni gab es ein Nachfrageminus von 12,2 Prozent. Die seit sechzehn Quartalen anhaltenden Orderrückgänge machen sich auch weiterhin beim baugewerblichen Umsatz bemerkbar: Der Umsatz ging in den ersten sechs Monaten dieses Jahres um 8,7 Prozent zurück. Entsprechend setzt sich der Arbeitsplatzabbau fort: Ende Juni waren nur noch 803.000 Arbeitnehmer im Bauhauptgewerbe beschäftigt, 93.000 weniger als noch vor einem Jahr.

Vom Rückgang des Umsatzes und vor allem des Auftragseingangs sind sämtliche Bausparten betroffen. Am stärksten traf es allerdings den Wirtschaftsbau. Die Investoren halten sich aufgrund der anhaltenden Rezession mit Aufträgen zurück: So ist die Nachfrage im 1. Halbjahr um 16,5 Prozent eingebrochen. Am schlimmsten betroffen sind die alten Bundesländer mit einem Minus von 18,2 Prozent. Aber auch die neuen Bundesländer müssen einen Rückgang von 10 Prozent hinnehmen. Dass der Rückgang nicht noch schlimmer ausfällt, ist dem Nachfrageimpuls in Sachsen zu verdanken: Bis Mai dieses Jahres verzeichnete das Bundesland - aufgrund der Fluthilfemaßnahmen - positive Auftragseingänge. Auch beim Umsatz ist der Wirtschaftsbau - sowohl in West- als auch in Ostdeutschland - Schlusslicht: So sank der baugewerbliche Umsatz in den ersten sechs Monaten um 10,5 Prozent.

Im Wohnungsbau sieht es nicht viel besser aus. Der Anstieg der Baugenehmigungen in den ersten fünf Monaten um 22,4 Prozent macht sich weder bei den Auftragseingängen noch im Umsatz bemerkbar. Die Befürchtung des Hauptverbandes, dass sich potentielle Hausbauer ihren Anspruch auf Eigenheimzulage sichern wollten, hat sich bestätigt. Aufgrund der unsicheren wirtschaftlichen Lage wird der Hausbau auf später verschoben. So sank der Auftragseingang im 1. Halbjahr um 12,1 Prozent. Der Umsatz im Wohnungsbau ging um 9,1 Prozent zurück.

Auch der Öffentliche Bau muss einen zweistelligen Nachfragerückgang verkraften: Der Auftagseingang brach in den ersten sechs Monaten um 10,7 Prozent ein, mit steigender Tendenz (Juni: -13,3 Prozent). Die anhaltenden Haushaltsprobleme der öffentlichen Hand lassen auch für die Zukunft nichts Gutes erwarten. Der Abwärtstrend, ausgehend von einem Rückgang des baugewerblichen Umsatzes im 1. Halbjahr von 5,9 Prozent, könnte sich im zweiten Halbjahr noch beschleunigen.

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