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"Deutsche Architekten müssen sich internationalen Herausforderungen stärker stellen"

(11.9.2004) "Die Bundesrepublik Deutschland ist das Land in Europa mit dem höchsten Bauvolumen. Mehr als die Hälfte aller Investitionen in Deutschland fließt in die Baubranche. Dies zeigt, wie wichtig Planungs- und Bauqualität für unser Land sind. Die damit verbundene Kompetenz deutscher Architekten und Ingenieure wird weltweit geschätzt. Das Potential für Exportleistungen ist allerdings noch lange nicht ausgeschöpft. Die deutschen Architekten müssen sich deshalb den internationalen Herausforderungen stärker stellen." Das sagte Tilo Braune, Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Wohnungswesen bei der Eröffnung des deutschen Pavillons auf der 9. Architekturbiennale in Venedig.

Braune, der auf der Biennale die Bundesregierung vertritt, wies auf die günstigen Rahmenbedingungen der diesjährigen Biennale hin: "Mit rund 500.000 Euro hat das BMVBW die erforderliche Grundausstattung für die Präsentation des nationalen Beitrages im deutschen Pavillon finanziert", so Braune. Eine solide Basisfinanzierung für eine international vorzeigbare Ausstellung sei somit gegeben. Sponsoren hätten im Rahmen von Public-Private-Partnership ihren Beitrag zur Abrundung der Ausstellungspräsentation geleistet.

Das vorgegebene Motto "metamorph" lenke den Blick auf kulturelle und technologische Veränderungen der letzten Jahrzehnte und deren Einfluss auf die Entwicklung der Architektur und des Berufs der Architekten, erläuterte der Staatssekretär.

"Lassen Sie sich überraschen von der Inszenierung "DEUTSCHLANDSCHAFT Epizentren der Peripherie", die von der jüngsten Kuratorin gestaltet worden sei, die bisher für den deutschen Pavillon Verantwortung trug. Die Präsentation lege den Focus auf Verwandlungen (sub)urbaner Landschaften, und Nischen durch architektonische Eingriffe. Gezeigt würden knapp 40 Bauprojekte der letzten vier Jahre in einer vielschichtigen Präsentation, die spannungsreich gewählt sei, durchsetzt von Elementen, die provokant. unkonventionell und spielerisch zusammengestellt seien.

"Wir sind gespannt auf die Reaktionen des internationalen Publikums auf diese neuartige Form der Präsentation der jungen deutschen Architekturszene", äußerte Braune.

Eine hochkarätige Auswahlkommission unter Vorsitz der Berliner Galeristin Kristin Feireiss habe das Konzept von Francesca Ferguson einstimmig ausgewählt, weil es dem herkömmlichen Image der deutschen Architekturszene einen neuen und frischen Blick entgegensetze. Mitglieder der Auswahlkommission waren Jean-Louis Cohen (Direktor des Französischen Instituts für Architektur, Paris), Peter Conradi (Präsident der Bundesarchitektenkammer), Kaspar Kraemer (Präsident des Bund Deutscher Architekten), Martin Roth (Generaldirektor der staatlichen Kunstsammlungen, Dresden) und Hilde Léon (Léon Wohlhage Wernik Architekten GmbH, Berlin), die Generalkommissarin des Deutschen Beitrages 2002.

"Die Biennale reiht sich als herausragendes Ereignis in den Zyklus nationaler und internationaler Aktivitäten ein, mit denen die Bundesregierung das baukulturelle Bewusstsein stärken will. Sie möchte zudem einen öffentlichen Qualitätsdialog anstoßen, in dem es um eine nachhaltige, wettbewerbsfähige und zukunftsorientierte Baupolitik geht. Wie wichtig dem Bund dieses Anliegen ist, sehen Sie daran, dass trotz enger finanzieller Grenzen gegenwärtig die letzten Weichen für eine Bundesstiftung Baukultur gestellt werden", sagte Braune.

Die 9. Internationale Architekturausstellung in Venedig ist vom 12. September bis zum 7. November 2004 geöffnet. Alle zwei Jahre bietet diese weltweit wichtigste internationale Ausstellung für Architektur und Städtebau die Gelegenheit zur Präsentation nationaler Ausstellungsbeiträge in den Gärten von Venedig.

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