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Brückenschlag über der Mosel


Foto © RLP-BIZ
  

aus dem Beitrag „Hochmoselbrücke aus schalungstechnischer Sicht“ vom 19.8.2014 (Foto © Hünnebeck)
  

(26.8.2018) In Anwesenheit von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer wurde am 24. August die letzte konstruktive Lücke der Hochmoselbrücke geschlossen. Mit einer Höhe von bis zu 160 Metern und einer Länge von 1.700 Metern ist die Querung die derzeit größte Brückenbaustelle des Kontinents (siehe Google-Maps und/oder HERE).

(Nicht nur) für den Bundesverkehrsminister ist der Brückenschlag wichtig für die Region, für Deutschland und für Europa: „Die Hochmoselbrücke verbindet Menschen über Landesgrenzen hinweg - vom Rhein-Main-Gebiet in die Benelux-Länder.“ Mit der neuen Brücke als Herzstück wird die B50 zu einer Verkehrsachse von europäischer Bedeutung.

Die Bauarbeiten für die Brücke zwischen Ürzig und Zeltingen-Rachtig begannen im Jahr 2011. Das Bauwerk ist Teil der neuen, rund 25 Kilometer langen Hochmoselquerung zwischen dem Hunsrück und der Eifel. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) investiert allein 175 Mio. Euro in den Bau der Hochmoselbrücke. In die Gesamtmaßnahme fließen 483 Mio. Euro. 

Die Hochmoselbrücke wurde im Taktschiebeverfahren mit Verschubanlagen gebaut. Hierbei wurden vorgefertigte Brückenteile auf der Hunsrücker Seite montiert und anschließend mittels Pressen und Gleitlagern quer über das Tal geschoben:

Grafik aus dem Beitrag „Hochmoselbrücke: RIB-Programme unterstützen bei prüfstatischen Aufgaben“ vom 10.4.2015

Insgesamt wurden rund 33.000 Tonnen Stahl verbaut. Die Stützweiten zwischen den zehn Beton-Pfeilern der Balkenbrücke betragen bis zu 210 Meter. Das ist die größte Spannweite weltweit, die jemals im Taktschiebeverfahren bewegt wurde.

siehe auch für zusätzliche Informationen:

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