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Recycling à la Wilo

(22.7.2019) Wilo denkt offenbar bereits bei der Produktentwicklung über das Produktende nach. Wie der Pumpenhersteller aktuell bestätigt hat, werden alle eingesetzten Materialien und Komponenten neben ihrer generellen Umweltverträglichkeit auch auf ihre Wiederverwendbarkeit bzw. Recyclingfähigkeit nach dem Betriebsende geprüft.

Pumpenrecycling
Fotos © Wilo 

Pumpenrecycling

Die potentielle Recyclingquote einer modernen Wilo-Pumpe soll bei fast 100% liegen. Nahezu die gesamte Pumpe kann demnach in den Material-Kreislauf zurückgeführt werden. Im hauseigenen „Analysis, Repair & Recyclingcenter“ des Dortmunder Unternehmens werden daher nicht nur Kundenretouren bearbeitet, sondern gleichzeitig gezielte Qualitätsanalysen durchgeführt, um einen immer effizienteren Einsatz der Produkte zu erreichen. Darüber hinaus werden Bauteile, die während ihrer Betriebszeit kaum oder keinem Verschleiß unterliegen, dem Reparaturprozess von Pumpen zugeführt. Dank dieser Prozesse war es Wilo laut eigenen Angaben möglich, in den letzten 3 Jahren eine Wiederverwendungsquote von über 30.000 Stück Bauteile/Produkte pro Jahr zu realisieren.

Forschungsprojekt „HeizKreis“

Ein besonderes Augenmerk richtet das Unternehmen nachvollziehbarerweise auf die „Seltenen Erden“. Verbaut in den Magneten bilden sie die Voraussetzung für die Energieeinsparpotentiale heutiger Hocheffizienzpumpen. Die wertvollen Rohstoffe können durch Recyclingprozesse während des Fertigungsprozesses zurückgewonnen - und somit ein wichtiger Beitrag zum nachhaltigen Ressourceneinsatz geleistet werden.

Der Bedarf an „Seltenen Erden“ steigt stetig und schafft eine große Nachfrage - bereits heute wird der Rohstoff für eine Vielzahl von energieeffizienten Produkten verwendet (z.B. Windräder, E-Bikes, Handy). Um vorhandene Potenziale optimal nutzen zu können, müssen „gebrauchte Materialien“ in deutlich größerem Umfang zurückerlangt werden. 2017 hat Wilo aus diesem Grund das Forschungsprojekt „HeizKreis“ lanciert, gefördert von der Deutschen Bundesumweltstiftung (DBU).

Ziel des Forschungsprojekts ist es, eine zirkuläre Wertschöpfungskette für Hocheffizienzpumpen zu initiieren, in der Hersteller, Großhändler, Fachhandwerker und Recyclingbetriebe direkt zusammenarbeiten. „Während einer Pilotphase konnten im Zeitraum August 2018 bis Februar 2019 fast zweihundert Fachhandwerksbetriebe motiviert werden, die Altpumpen für Wilo zu sammeln“, so Thomas Fetting, verantwortlich für Analyse, Reparatur und Recycling von Produkten bei Wilo. „Besonders gefreut haben wir uns über die große Bereitschaft, diesen nachhaltigen Prozess zu unterstützen. Das Forschungsprojekt und das Feedback der Pilotteilnehmer motivieren uns, diesen Weg gemeinsam mit unseren Kunden, das heißt Großhändlern und Fachhandwerkern, im Sinne der Ressourcenschonung fortzusetzen.“

 

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