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In der Fertigbaubranche steigen Umsätze und Beschäftigungszahlen


  

(20.10.2019) Während die deutsche Wirtschaft schwächelt und führende Wirtschaftsforscher die Industrie in einer Rezession sehen, sieht sich die Fertigbaubranche im Aufwind: Auf seiner Mitgliederversammlung am 18.10. in Brixen/Südtirol stellte der Bundesverband Deutscher Fertigbau (BDF) die Ergebnisse seiner aktuellen Wirtschaftsumfrage vor. Holz-Fertighäuser liegen demnach weiter auf Rekordkurs:

  • 91% der befragten Fertighaushersteller bewerten die aktuelle Geschäftslage als gut.
  • Die restlichen 9% schätzen ihre derzeitige Lage als „befriedigend“ ein.
  • 83% rechnen in den kommenden sechs Monaten mit einer gleichbleibenden Geschäftslage,
  • 13% gehen von einer noch besseren Branchenkonjunktur aus.

2018 betrug der Branchenumsatz der BDF-Unternehmen insgesamt 2,89 Mrd. Euro. Für 2019 wird ein erneuter Umsatzanstieg um 2,8% auf einen Rekordwert von 2,97 Mrd. Euro erwartet, gab der Verband bekannt. Und auch die Anzahl der Mitarbeiter dürfte weiter wachsen. Hier wird ein Anstieg von 13.328 auf knapp 14.000 bis Ende 2019 erwartet. Viele Unternehmen sind mit ihren Aufträgen bereits für ein Jahr im Voraus ausgelastet.

2019 wurden laut Statistischem Bundesamt von Januar bis Juli 59.397 Ein- und Zweifamilienhäuser genehmigt, davon 12.208 in Fertigbauweise. Während der Fertigbau gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 6,3% zulegte, verzeichnete der Gesamtmarkt einen Rückgang um 0,7%. Die bundesweite Fertigbauquote stieg dadurch auf einen Höchstwert von 20,6%. Noch deutlich höher liegt der Marktanteil in einzelnen Bundesländern – allen voran in Baden-Württemberg (37,1%) und Hessen (30,5%) sowie in Rheinland-Pfalz (24,7%) und Bayern (23,9). Bei den absoluten Zahlen liegt Bayern mit 3.267 neu genehmigten Fertighäusern an der Spitze, gefolgt von Baden-Württemberg (2.700) und Nordrhein-Westfalen (1.213).

Das Kernprodukt der BDF-Unternehmen ist das frei geplante, schlüsselfertige Ein- oder Zweifamilienhaus mit einem durchschnittlichen Auftragsvolumen von rund 300.000 Euro. Der Anteil an Ausbauhäusern liegt bei 13%. Zu den häufigsten Merkmalen neuer Fertighäuser gehören eine Putzfassade (87%) und die Wärmepumpe (81%).

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