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Broschüre: Schallschutznachweis bei entkoppelten Wänden aus Gips-Wandbauplatten


  

(26.1.2020) Der Schallschutz von Wänden aus Gips-Wand­bau­plat­ten wird nur dann korrekt nachgewiesen, wenn auch die Stoßstellenkorrekturwerte rechnerisch berücksichtigt werden. Wie man das richtig macht, erklärt MultiGips respektive VG-Orth in einer neuen Broschüre.

Durch die schalltechnisch wirksame Entkopplung von massiven Wänden aus Gips-Wandbauplatten können die Stoß­stel­len­dämm-Maße gegenüber einer starren Bauteilverbindung deutlich erhöht werden – und das mit dem gleichen Verhältnis der flächenbezogenen Massen. Das bedeutet nichts anderes, als dass guter Schallschutz auch mit deutlich leichteren und schlankeren Massivbauteilen realisiert werden kann. Denn aus der Verbesserung der Stoßstellendämm-Maße resultiert eine höhere Flankendämmung von Gips-Massiv-Wänden, wie sie bei starrem Anschluss sonst nur mit schwereren Massivbauteilen erreicht werden kann. Um dieses schalltechnische Verhalten von Gips-Wandbauplatten korrekt nachweisen zu können, müssen vor allem die hohen Stoßstellenkorrekturwerte der elastisch entkoppelten Bauteile rechnerisch in Ansatz gebracht werden; bei konventionellen, nicht entkoppelten Massivwänden sind hingegen starre Anschlüsse ohne diese Korrekturwerte zu rechnen. Vor allem auf diesen kleinen, aber bedeutenden Unterschied in der akustischen Berechnung von Massivwänden weist die neue Schall­schutz-Broschüre „Entkoppelt – Schalldämmung von Wänden aus Gips-Wandbau­platten“ von MultiGips hin.

Die Autoren gehen zunächst davon aus, dass die Aktualität der Methoden bei den Nachweisverantwortlichen des baulichen Schallschutzes gegeben ist. Dennoch sieht der Hersteller VG-Orth Aufklärungsbedarf: „Innenwände aus Gips-Wandbauplatten werden bisweilen wie konventionelle Massivwände gerechnet, was in der Praxis häufig zu niedrigeren und damit zu falschen Ergebnissen führt. Hier verbreiten vor allem auch bauakustische Software-Tools – ob frei verfügbar oder käuflich – in aller Regelmäßigkeit eine trügerische Sicherheit, weil sie zwar Massivbau rechnen - jedoch wichtige Parameter, wie z.B. die Entkopplung, nicht vollständig im Sinne der DIN 4109-32 erfassen und abbilden.“

Damit Architekten, Planer, Bauaustiker und Sachverständige durchweg bessere Prognosen über die Luftschalldämmung in Gebäuden erzielen können, hat MultiGips ein junges Akustikbüro gebeten, sein anwenderfreundliches, Excel-basiertes Berechnungsprogramm vorzustellen, mit der die Nachweisführung nach DIN 4109 auch bei Gips-Wandbauplatten im Handumdrehen gelingt. Das Akustikbüro von Sandra Daniela Retzbach zeigt in der Broschüre dabei u.a. anhand einer vergleichenden Berechnung der Schallübertragung von starr angeschlossenem Mauerwerk und elastisch entkoppelten Gips-Wandbauplatten, wie der Schallschutz von Wandkonstruktionen aus Gips-Wand­bauplatten rechnerisch korrekt nachzuweisen ist.

Die 36-seitige Broschüre „Entkoppelt - Schalldämmung von Wänden aus Gips-Wandbauplatten“ kann per E-Mail an Multigips angefordert werden und ist via multigips.de > Gips-Wandbauplatten > Dokumentation downloadbar (direkter PDF-Download).

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