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Neues Porenbeton-Kompendium zum baulichen Schallschutz

Porenbeton-Bericht 27 „Schallschutz mit Porenbeton“
  

(29.6.2021) Immer mehr Planer und Bauunternehmer wollen konstruktiv und durch eine gewissenhafte Ausführung die bauaufsichtlich geforderten Schalldämmwerte nicht nur erreichen - sondern übertreffen. In diesem Sinne beschreibt der Poren­be­ton-Bericht 27 „Schallschutz mit Porenbeton“ auf 40 Seiten, wie die Anschlüsse zu monolithischem Mauerwerk aus hoch wärmedämmenden Porenbetonbauteilen schallschutztechnisch zu bewerten und zu berechnen sind. Das Kompendium richtet sich ...

  • einerseits an Architekten, Fachplaner und Studenten, die sich in der Planungsphase mit den Anforderungen und den schallschutztechnischen Nachweisen von Bauteilen befassen, und
  • andererseits an die ausführenden Handwerker, die sich anhand praxisorientierter Informationen zum Schallschutz mit Wandkonstruktionen aus Porenbetonmauerwerk weiterbilden wollen.

Dazu wird anhand von konkreten Berechnungsbeispielen für die relevanten Bauteile im Mehrfamilienhaus sowie Einfamilien-Reihenhaus oder Doppelhaus in verständlicher Weise die schallschutztechnische Nachweisführung erläutert.

Schallschutzanforderungen im Überblick

Bauliche Anlagen sind gemäß §3 und §15 Absatz 2 der Musterbauordnung (MBO) so zu errichten, zu ändern und instand zu halten, dass sie einen ihrer Nutzung entsprechenden Schallschutz haben. Gemäß den jeweiligen Landesbauordnungen (LBO) und den dazugehörigen Verwaltungsvorschriften Technische Baubestimmungen (VV TB) der Bundesländer ist dabei die DIN 4109-1 einzuhalten.

Eine rechtssichere Planung des baulichen Schallschutzes - z.B. von Mehrfamilienhäusern und zwischen Einfamilien-Reihenhäusern oder Doppelhäusern - basiert auf den Schallschutzanforderungen für die Luftschall- und Trittschalldämmung an Bauteile gemäß DIN 4109-1 (Mindestanforderungen) und DIN 4109-5 (erhöhte Anforderungen). Kapitel 2 des Schallschutz-Kompendiums führt diese tabellarisch auf. Ergänzt werden die Angaben durch die Zuordnung der maßgeblichen Außenlärmpegel zu den Lärmpegelbereichen gemäß DIN 4109-1.

Grundlagen des Schallschutzes

Im Kapitel 3 des „Porenbeton-Berichts 27“ geht es um den Einfluss der Direkt- und Flankendämmung sowie der Stoßstellendämm-Maße auf die Luftschalldämmung von Wandkonstruktionen aus Porenbetonmauerwerk. In der Praxis werde nämlich häufig unterschätzt, in welchem Umfang die Luftschalldämmung durch die Flankenübertragung bestimmt wird und wie groß das Ausmaß der möglichen Schallübertragung über direkt anschließende Bauteile ist, erklärt hierzu Petra Lieback, Geschäftsführerin des Bundesverbandes Porenbetonindustrie. Die messbare Lautstärke eines Geräusches - z.B. aus einer Nachbarwohnung - resultiere eben in der Regel nicht allein aus dem Direktschalldämm-Maß Rw des Trennbauteiles Wand oder Decke. Vielmehr seien häufig die Schalldämm-Maße der Stoßstellen zu den angrenzenden Bauteilen maßgebend für die Schalldämmung des gesamten Bauteils. Sie müssen deshalb bei Berechnung und Planung des baulichen Schallschutzes angemessen berücksichtigt werden.

Ausführlich dargestellt werden im Kapitel 3 auch die Rechenverfahren für den Nachweis der Luftschalldämmung gegen Außenlärm sowie für die Trittschalldämmung von Bauteilen. Aufgrund der hohen Relevanz im Neubau wird hier speziell das Rechenverfahren zur Ermittlung der Luftschalldämmung zweischaliger Haustrennwände aus Porenbetonmauerwerk gemäß DIN 4109-2 erläutert, wie sie zwischen Einfamilien-Rei­hen­häusern oder Doppelhäusern auszuführen sind.

Berechnungsbeispiele für verschiedene Gebäudetypen

Verschiedene Berechnungsbeispiele mit Wandkonstruktionen aus Porenbetonmauerwerk zeigen, dass in einem Mehrfamilienhaus sowohl die Mindestanforderungen als auch die erhöhten Anforderungen einer einschaligen Wohnungstrennwand (z. B. einer 240 mm dicken Wohnungstrennwand aus Kalksandsteinmauerwerk) mit dem flankierenden Bauteil „einschalige Außenwand aus Porenbetonmauerwerk“ erfüllt werden können. Gleiches gilt für den Nachweis der Luft- und Trittschalldämmung einer Wohnungstrenndecke zweier übereinander liegender Eckräume. Auch der Nachweis der Luftschalldämmung eines Außenraumes gegen Außenlärm kann mit der einschaligen Außenwand aus Porenbetonmauerwerk in Abhängigkeit vom Außenlärmpegelbereich erbracht werden.

Der „Porenbeton-Bericht 27“ kann gegen eine Schutzgebühr von 6 Euro per E-Mail an Bundesverband Porenbetonindustrie bestellt werden und ist via bv-porenbeton.de > Services < Downloads Publikationen downloadbar (direkter PDF-Download).

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