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CO₂-neutrale Böden à la Forbo und Nora Systems

(12.5.2020) Auch wenn der menschengemachte Klimawandel mitunter noch von einigen Menschen angezweifelt wird, so stellt die Veränderung der Natur Wirtschaft und Gesellschaft unübersehbar vor große Herausforderungen: Etwa 550 Gigatonnen klimaschädliches Kohlendioxid (CO₂) werden jährlich weltweit natürlicherweise freigesetzt - ganz ohne menschliches Zutun. Auf diese gewaltige Menge CO₂ hat sich die NAtur eingestellt, indem Pflanzen und kalkbildende Organismen das Gas auf natürliche Weise in etwa derselbe Menge binden.

Das Problem sind die rund 40 Gigatonnen, die u.a. durch das Verfeuern fossiler Brennstoffe Jahr für Jahr hinzukommen - also menschengemacht sind. Hier besteht Handlungsbedarf. Welche Möglichkeiten es gibt zeigen exemplarisch für die Bodenbelagsbranche Forbo Flooring mit Linoleum und Nora Systems und Kautschuk.

Linoleum, ein CO₂-neutrales Naturtalent

Linoleum hat sich im Verlauf der letzten 100 Jahre als ökologische Alternative zu synthetischen Bodenbelägen etabliert. So besteht konkret Forbos Marmoleum-Bahnenware bis zu 98% aus natürlichen Rohstoffen wie Leinöl, Jute und Holz, von denen 73% zudem besonders schnell nachwachsen.

Foto © Forbo 

Nachwachsende Rohstoffe binden während ihres Wachstums durch Fotosynthese das Treibhausgas Kohlendioxid (CO₂) und sind damit ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz. Zudem erfordert die Herstellung von Linoleum deutlich weniger Energie als die Produktion elastischer Bodenbeläge auf Kunststoffbasis - ganz abgesehen davon, dass das Linoleum-Werke von Forbo zu 100% Energie aus erneuerbaren Quellen nutzt - vor allem aus Wasserkraft.

Darüber hinaus fließen bei der Herstellung 43% Recyclingmaterial und hochwertiges Upcyclingmaterial ein, was den Verbrauch an Primärrohstoffen erheblich senkt.

Selbst den Transport der Rohstoffe ins Werk mit eingerechnet, wird laut Forbo der Atmosphäre während der Marmoleum-Produktion nicht mehr CO₂ zugeführt, als die eingesetzten Rohstoffe kompensieren. Das macht Linoleum bzw. Marmoleum von Forbo zu einem CO₂-neutralen Produkt.

Zertifikate für CO₂-neutrale Kautschuk-Beläge

Nora Systems engagiert sich in der Interface-Initiative „Carbon Neutral Floors“: Eine Urkunde bescheinigt Planer, Bauherren und Mietern auf Wunsch die CO₂-Neutralität der Kautschuk-Bodenbeläge. Auf dem Zertifikat sind das Gebäude und die gelieferte Menge der Beläge aufgeführt. Der Nachweis kann auch bezogen auf die Jahresmenge ausgestellt werden. 

Bild aus dem Beitrag „Cradle to Cradle-Zertifikat für norament-Kautschuk-Bodenbeläge“ vom 15.8.2018
(Foto © Nora Systems)
  

  

Die Initiative „Carbon Neutral Floors“ ist Teil der Interface-Mission „Climate Take Back“, die daran arbeitet, durch verantwortliches Handeln die Auswirkungen des Klimawandels rückgängig zu machen. Wie alle Interface-Bodenbeläge sind auch die Kautschukböden der Tochter Nora Systems über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg CO₂-neutral.

Produktwahl hat direkten Einfluss auf das Klima

„Durch das gestiegene Bewusstsein für die Folgen des Klimawandels wird die Nachhaltigkeit von Produkten immer mehr zu einem zentralen Thema,“ erwartet Bettina Haffelder, Vice President Nora DACH. Architekten und Bauherren zögen zunehmend in Betracht, dass die Produkte, die sie spezifizierten und kauften, einen direkten Einfluss auf das Klima haben. Nora Systems arbeite außerdem auch an der eigenen Produktionsstätte daran, den CO₂-Fußabdruck zu verringern. Hierfür wurde ein Fahrplan mit Zielen definiert. Ein wichtiger Schritt war die Umstellung auf Strom aus erneuerbaren Energien im Jahr 2018. Darüber hinaus unvermeidbare CO₂-Emissionen werden überdies durch den Erwerb von Emissionsminderungszertifikaten kompensiert, mit denen Klimaschutzprojekte finanziert werden.

Weitere Informationen zu CO₂-neutralen Bodenbelägen können per E-Mail an Forbo bzw. per E-Mail an Nora Systems angefordert werden.

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