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ver.di und IG BAU fordern neue Wohngemeinnützigkeit

Broschüre „Keine Rendite mit der Miete“
  

(19.7.2021) Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) fordern anlässlich der bevorstehenden Bundestagswahl die Wiedereinführung einer Wohngemeinnützigkeit in Deutschland. In der neuen Broschüre „Keine Rendite mit der Miete“ beschreiben die beiden Gewerkschaften die Vorteile dieser gemeinwohlorientierten Form der Wohnungswirtschaft.

Anlässlich der Veröffentlichung der Publikation sagte der Bundesvorsitzende der IG BAU, Robert Feiger, am 16. Juli: „In den vergangenen zehn Jahren hat die Anzahl der Menschen, die auf eine Wohnung mit niedriger, bezahlbarer Miete unbedingt angewiesen sind, dramatisch zugenommen – um sage und schreibe 1,28 Millionen. Die Wohngemeinnützigkeit hat bereits in der alten Bundesrepublik für bezahlbares Wohnen und einen adäquaten Bestand an Sozialwohnungen gesorgt. Ihre Abschaffung in den frühen 90er-Jahren war ein großer Fehler und trägt Mitschuld an der heutigen Situation auf dem Wohnungsmarkt, auf dem sich steigende Mieten und Grundstückspreise wechselseitig befeuern. Höchste Zeit, dass wir das Gemeinwohl wieder vor Profitinteressen stellen.“

Der ver.di-Vorsitzende Frank Werneke betont die aktuelle Bedeutung der Forderung nach einer neuen Wohngemeinnützigkeit: „In Kürze entscheiden die Aktionärinnen und Aktionäre der Deutschen Wohnen, ob sie das Übernahmeangebot der Vonovia annehmen. Möglicherweise werden dann zwei Unternehmen fusionieren und noch mächtiger werden, deren Portfolio zu guten Teilen aus ehemals gemeinnützigem Wohnraum besteht. Bei dessen Verwertung steht heute in erster Linie das Wohl der Anteilseigner im Vordergrund. Auch deshalb brauchen wir eine neue Wohngemeinnützigkeit: Sie würde gemeinwohlorientierte Akteure an den Wohnungsmärkten stärken.“

Gemeinnützige Wohnungsunternehmen erfüllen soziale Vorgaben insbesondere beim Mietpreis, sie akzeptieren eine enge Begrenzung ihrer Gewinne und investieren Erträge wieder in den Wohnraum. Im Gegenzug erhalten sie Förderungen und steuerliche Vorteile.

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