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Neues MOD21-Werk in Polen für Modulare Holzbau-Projekte in Deutschland


  

(8.12.2022) Die Düsseldorfer MOD21 GmbH hat in Ostaszewo bei Toruń (Polen) mit 1.000 Gästen, vielen Attraktionen und einer Podiumsdiskussion zum Thema „Zukunft des Bauens“ eine neue, 21.000 m² große Produktionshalle eröffnet (siehe Google-Maps). Das Start-up der Erbud Gruppe will hier ab dem 1. Januar 2023 unter optimalen Bedingungen Modularen Holzbau für den deutschen Markt produzieren. Direkt zur Eröffnung war bereits ein Projekt unter „Dach und Fach“: Ein Kindergarten werde von MOD21 bis Mai 2023 umgesetzt. Das sei aber nur der Anfang, denn bereits für 2023 plant das Unternehmen, 30.000m² Modulfläche zu produzieren.

alle Fotos © MOD21 

Diskussion zur „Zukunft des Bauens“

Ein Höhepunkt des Tages war die Podiumsdiskussion. Moderiert von Lisa-Marie Niehoff diskutierten der deutsche Botschafter in Polen, Dr. Thomas Bagger, der deutsche „Klimapapst“ Prof. Joachim Hans Schellnhuber, Annabelle von Reutern (Concular – Circular Construction), ZIA-Präsident Dr. Andreas Mattner und Wojciech Kostrzewa (Präsident vom Polish Business Roundtable) über die Zukunft des Bauens. Die Herausforderungen wurden schnell klar: Ein nachhaltiger Wandel müsse her, denn die Bauindustrie sei derzeit für 38% der CO₂-Emissionen verantwortlich. Ebenso groß seien die Herausforderung nach flexiblem und bezahlbarem Wohnungsbau in Deutschland.

„Die Regierung“, so Dr. Andreas Mattner, „hat sich das ambitionierte Ziel von 400.000 neuen Wohnungen pro Jahr gesetzt, es sind allerdings realistisch gesehen sogar 500.000 neue Wohnungen, die pro Jahr gebaut werden sollten.“ Mit der konventionellen Bauweise, so waren sich alle einig, wird man die gesetzten Ziele, sowohl im Wohnungsbau als auch beim Thema Nachhaltigkeit, nicht erreichen. Der Holzmodulbau ist die perfekte Lösung für eine nachhaltige dauerhafte (Um-)Nutzung oder eine flexible Standortverlegung.

Diskutierten die Zukunft des Bauens: (v.l.) ZIA-Präsident Dr. Andreas Mattner, Annabelle von Reutern, Prof. Joachim Hans Schellnhuber, Dr. Thomas Bagger, Wojciech Kostrzewa und Moderatorin Lisa-Marie Niehoff - siehe auch YouTube 

MOD21 steht für modularen Holzbau

Bei voller Auslastung kann MOD21 laut eigenen Angaben 375 m² Modulfläche pro Tag produzieren. Im ersten Jahr rechnet das Unternehmen mit 30.000 m² Modulfläche. Die nahezu vollautomatisierte, serielle Produktion lässt hohe Qualität erwarten, und verschiedene Maßnahmen sollen für die Erreichung eines hohen ESG-Scores sorgen.

Die witterungsunabhängige Produktion verspricht zudem Bauen zum garantierten Festpreis sowie dank kürzerer Bauzeit (bis zu 70% Zeitersparnis durch Modulbau im Vergleich zu konventionellen Bauweisen) eine frühere und zeitlich garantierte Umsetzung des Bauvorhabens.

Showroom von außen 

Das Werk Ostaszewo steht an der Nahtstelle zweier Kreislaufwirtschaften. Was im Werk ankommt, ist Holz aus nachhaltiger, FSC- oder PEFC-zertifizierter Forstwirt­schaft - was dem Wald entnommen wird, soll durch Aufforstung wieder ausgeglichen werden. Was das Werk verlässt, kann später umgenutzt, anderenorts weitergenutzt oder nach Recycling im Werk wieder der Produktion zugeführt werden.

Mit den Möglichkeiten des modularen Holzbaus im Hinblick auf serielle Fertigung sieht sich MOD21 in der Lage, verlässlich und schnell hochwertige und bezahlbare Architektur zu schaffen - zum Beispiel ...

  • Kindergärten, Kitas, Schulen und Hochschulen,
  • (sozialer) Geschosswohnungsbau,
  • Hotels, Studentenwohnheime und Flüchtlingsunterkünfte,
  • Senioren- und Pflegeheime sowie
  • Büro- und Verwaltungsgebäude.

Showroom innen 

Das sei nicht nur die Lösung für die Anforderung nach schnell verfügbaren, flexibel einzusetzenden Bauten, sondern auch die Antwort auf die Herausforderungen des ökologischen Wandels - nicht zuletzt den Wandel von der ressourcenverbrauchenden Bauwirtschaft mit hohem Energiebedarf und hohen CO₂-Emissionen zu einer umweltschonenden Kreislaufwirtschaft.

Nachwachsende Rohstoffe für wachsenden Markt

Um den Absatz seiner Produkte braucht man sich in Ostaszewo nicht zu sorgen. Das Interesse an den Modulen habe bereits jetzt die Erwartungen im Unternehmen übertroffen. „Ich weiß schon heute, dass diese 21.000 m² Produktionsfläche ein Tropfen auf dem heißen Stein sind“, so Erbud-Gründer Dariusz Grzeszczak. „Es wäre notwendig, drei solcher Hallen auf einmal zu bauen.“ Die Prognosen für den deutschen Markt geben ihm recht. Laut dem Deutschen Holzwirtschaftsrat (DHWR) wird die Holzmodulbauweise bis 2050 schon die Hälfte des Baumarktes in Deutschland ausmachen.

Weitere Informationen zu Modularem Holzbau können per E-Mail an MOD21 angefordert werden.

siehe auch für zusätzliche Informationen:

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