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Vom Architekten geplant: Algeco erweitert Gesamtschule in Rastede in Modulbauweise in acht Wochen

(27.1.2022) In Rastede hat Algeco in acht Wochen einen Gebäudetrakt für bis zu 120 Schüler errichtet, der die wachsende Gesamtschule erweitert (siehe Google-Map). Die Gemeinde setzt bereits zum dritten Mal auf die Zusammenarbeit mit dem Modulbauspezialisten.

Foto © Algeco 

Der neue Trakt mit vier Klassenzimmern ersetzt zwei Interimscontainer und hilft der Gesamtschule, den wachsenden Raumbedarf zu decken – auf Dauer angelegt und nachhaltig, dabei flexibel und sofort anpassbar an veränderte Klassenstärken oder neue Nutzungen. Neben den konstant hohen Schülerzahlen der wachsenden Gemeinde vor den Toren Oldenburgs erforderte der inklusive Ansatz der Gesamtschule ergänzende Räumlichkeiten, weil beispielsweise einige Klassen kleiner ausfallen.

Architektonische Ästhetik im Dialog mit dem Bestandsbau

In den neuen Räumen sollen zunächst die Fünft- und Sechstklässler der Kooperativen Gesamtschule an der Feldbreite unterrichtet werden. Die 20 Module wurden in einer Rekordzeit von acht Wochen auf dem Gelände aufgebaut. Angefertigt sind sie in Stahlbauweise bei einer Gesamtfläche von insgesamt 450 m² auf zwei Etagen.

Der verantwortliche Architekt und Geschäftsführer des Büros gruppeomp, Oliver Ohlenbusch, sieht den kubischen Würfel im harmonischen Dialog zum Bestandsbau aus dem Jahr 1954. Er denkt dabei vor allem an die kindgerechte Fassade aus Lärchenholz. „Das Gebäude soll selbstverständlich in der Arrondierung zum Bestand und gleichzeitig selbstbewusst als Neubau daherkommen“, erklärt Herr Ohlenbusch die Idee hinter dem Entwurf. „Das freie Fassadenspiel bricht außerdem die klare Ordnung und Struktur der modularen Konstruktion auf.“ Angelegt sind die vier Räume in Ost-West-Ausrichtung, so dass die Lichtverhältnisse ideal ausgenutzt werden.

Auch der Rasteder Bürgermeister Lars Krause würdigt die Ästhetik des Baus. Er genüge hohen Ansprüchen und sei alles andere als ein Provisorium, lobt er das Ensemble. „Die Gesamtkosten belaufen sich auf gut 1,5 Millionen Euro. Geld, das mir sehr gut investiert scheint.“ Je nach Bedarf oder Nutzungswünschen könne das Gebäude angepasst oder sogar an anderer Stelle neu aufgebaut werden. Die Gemeinde könne so unmittelbar auf neue Situationen reagieren, gleichzeitig spreche die Lebensdauer eines Modulbaus mit bis zu 50 Jahren für dessen Qualität und Nachhaltigkeit.

Architekt Ohlenbusch geht davon aus, dass Modulbau genau wegen des Zusammenspiels an Fähigkeiten künftig im Bildungsbereich noch viel häufiger Schule machen wird: schnell, flexibel, planbar und zugleich nachhaltig. Und wird ein Modulbau nicht mehr benötigt, lässt er sich problemlos in seine Einzelteile zerlegen. So können die Materialien passgenau recycelt werden - Stahl etwa kann zu fast 100 Prozent wiederverwertet werden.

Weitere Informationen zu Schulbauten in Modulbauweise können per E-Mail an Algeco angefordert werden.

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