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3D-Betondruck eines Kellers mit mobilem 3D-Groß­raum­drucker realisiert

(19.1.2026) In Weißenhorn entsteht erstmals weltweit ein Keller im mobilen 3D-Betondruck­verfahren. Das Projekt vereint die Expertise von Rupp Gebäudedruck, Instatiq, Heidelberg Materials, Remmers, Inotec und Liebherr. Gemeinsam setzen die Partner die nächste Entwicklungsstufe des automatisierten 3D-Betondrucks in Deutschland um und demonstrieren, wie digital gesteuerter Betonbau auch in komplexen Strukturen realisierbar ist.

Erstmals weltweit wird ein Keller im mobilen 3D-Betondruckverfahren direkt auf der Baustelle realisiert. (Bild: Aleksej Keksel) 

„Mit dem ersten mobil 3D-gedruckten Keller zeigen wir, dass 3D-Betondruck nun auch für komplexere und hoch beanspruchte Strukturen bereit ist”, so Markus Frasch, Geschäftsführer von Instatiq. „Unser mobiler 3D-Betondrucker bringt industrielle Fertigungsqualität direkt auf die Baustelle – effizient, nachhaltig und digital.”

Großraum-Roboter: Instatiq P1  

Zum Einsatz kommt der Instatiq P1 („Progress One”). Der Drucker setzt die digitalen Entwurfsdaten mittels hochpräziser Robotik direkt auf der Baustelle um. Mit einer Reichweite von bis zu 26 m und einer Druckgeschwindigkeit von bis zu 10 cm/s werden Schicht für Schicht tragende Betonwände erzeugt.

Der Drucker Instatiq P1 verbindet bewährte Baumaschinentechnik mit hochpräziser Robotik und setzt digitale Entwurfsdaten direkt auf der Baustelle um. (Bild: Aleksej Keksel) 

3D-Druckbeton: Heidelberg Materials

Für den Keller in Weißenhorn wurde ein von Heidelberg Materials speziell für den mobilen 3D-Druck weiterentwickelter Beton verwendet. Dieser zeichnet sich durch optimale Pumpfähigkeit, hohe Formstabilität und eine schnelle Festigkeitsentwicklung aus. Heidelberg Materials greift auf modernste Anlagentechnik des neuen Werks in Weißenhorn zurück und nutzt das Projekt zusätzlich zum Erkenntnisgewinn für künftige Projekte im mobilen 3D-Betondruck.

Der eingesetzte Beton von Heidelberg Materials wurde eigens für den mobilen 3D-Druck weiterentwickelt. (Bild: Aleksej Keksel) 

Abdichtung: Remmers und Inotec

Im erdberührten Bereich kam die zweikomponentige, multifunktionale Bauwerksabdichtung MB 2K von Remmers zum Einsatz. Sie passt sich flexibel an die Geometrie der gedruckten Betonoberflächen an und erfüllt hohe Anforderungen an Dichtheit und Dauerhaftigkeit. Die Applikation erfolgte im Spritzverfahren mit der Förderpumpe inoBeam M8 von Inotec, wodurch sich eine gleichmäßige und nahtlose Abdichtung erzielen ließ.

Remmers brachte seine langjährige Erfahrung in bauchemischen Produkten und reaktiver Bauwerksabdichtung ein. (Bild: Aleksej Keksel) 

Mobiler Energiespeicher: Liebherr

Ein mobiler Energiespeicher von Liebherr versorgt die Baustelle mit Energie für unter anderem den 3D-Drucker. Im Gegensatz zu dauerhaft laufenden Dieselaggregaten gibt der Speicher bedarfsgerecht Energie ab und reduziert so CO₂- und Lärmemissionen. Die komplett elektrifizierte Anlagentechnik und der präzise Materialeinsatz unterstreichen den nachhaltigen Ansatz der Projektpartner.

Der mobile Energiespeicher von Liebherr versorgt auf der Baustelle in Weißenhorn unter anderem den 3D-Drucker. (Bild: Aleksej Keksel) 

Praxisgerechte Umsetzung: Rupp Gebäudedruck

Die Ausführung übernahm Rupp Gebäudedruck. Der Instatiq P1 war innerhalb von nur 60 Minuten betriebsbereit, und der Druck konnte innerhalb weniger Tage vollautomatisch anhand des digitalen Modells realisiert werden.

Objektsteckbrief

  • Projekt: Keller-Geschoss (Mehrfamilienhaus) in 3D-Betondruck, Weißenhorn
  • Bauherr: Michael Rupp Immobilien GmbH & Co. KG, Weißenhorn
  • Bauunternehmen: Rupp Gebäudedruck GmbH, Weißenhorn
  • 3D-Drucker: Instatiq P1, Instatiq GmbH, Stuttgart
  • Beton: 3D-Druckbeton C25/30, Heidelberg Materials Donau-Iller GmbH & Co.KG, Werk Weißenhorn
  • Abdichtung: Zweikomponentige, multifunktionale Bauwerksabdichtung MB 2K, Remmers Gruppe SE, Löningen
  • Energieversorgung: Batterie-basierter Energiespeicher LPO 100, Liebherr
  • Fertigstellung: 2026

Weitere Informationen können per E-Mail an Rupp angefordert werden.

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