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Wärmebrückenfreier Sockelanschluss für WDV-System

(26.1.2006) Mit Quix präsentierte MARMORIT auf der DEUBAU in Essen ein Bauteil der MARMORIT WARM-WAND, das es in sich hat: Quix ist nicht nur Wärmedämmung, Sockelanschluss und Putzabzugsprofil in einem; Quix sorgt vor allem für einen wärmebrückenfreien Sockelanschluss und vermeidet die durch herkömmliche Alu-Sockelschienen verursachte Wärmebrücke. Wertvolle Heizenergie wird so durch Quix gespart:

Temperaturverlauf im Sockelbereich einer WDVS-Fassade mit ... herkömmlicher Aluschiene
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Wärmetechnische Berechnungen bestätigen es: Herkömmliche Sockelanschlüsse an Wärmedämm-Verbundsystemen führen zu erheblichen Wärmeverlusten. Ausschlaggebend hierfür ist die üblicherweise verwendete Alu-Sockelschiene. Sie wirkt als eine ganz wesentliche Wärmebrücke - eine Tatsache, die bislang noch viel zu wenig Beachtung findet. Denn mit diesem Sockelanschluss wird über viele Jahre eine Menge wertvoller Heizenergie vergeudet. Betrachtet man beispielsweise ein typisches Einfamilienhaus aus den 50er Jahren, dessen Außenwände mit einer Dämmstoffdicke von 140 mm gedämmt werden sollen, so zeigen die Berechnungen, dass die Wärmeverluste über die Sockelschiene bereits mehr als 40% der gesamten Wärmeverluste der Außenwand ausmachen. Rechnet man diesen Verlust auf die tatsächlich wirksame Dämmstoffdicke um, so beträgt diese - vereinfacht ausgedrückt - statt 140 mm nur noch 90 mm. Das heißt im Klartext: 50 mm Dämmstoff sind unwirksam allein auf Grund des Wärmeverlustes über die Alu-Sockelschiene.

Thermische Entkoppelung am Sockel schafft Abhilfe

Die Lösung für dieses Problem liegt in einer thermischen Entkoppelung, d.h. einem Sockelanschluss-System, das ohne metallische Durchdringung auskommt. MARMORIT hat hierfür Quix entwickelt: Ein thermisch getrenntes Sockelanschlusselement, das aus STYROPOR oder Mineralfaser, einer ober- sowie unterseitigen Abschlussplatte aus geschäumtem mineralischem Werkstoff und einem Tropfkantenprofil besteht:

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Das Element wird mit Klebemörtel auf die Wand geklebt und bildet somit bereits eine saubere untere Dämmstoffreihe, auf die aufgebaut werden kann. Metallwinkel werden hier lediglich zur Montage verwendet, die jedoch - im Gegensatz zur herkömmlichen Alu-Schiene - die Wärmedämmung nicht mehr durchdringen. Dadurch reduziert sich die Wärmebrückenwirkung auf einen vernachlässigbaren Wert. Quix ist daher praktisch wärmebrückenfrei, insbesondere an kritischen Stellen wie z.B. in Höhe der Fußbodenheizung. Das Quix-System ist in den Dicken von 60 bis 400 mm erhältlich und vom Passivhaus Institut als "Passivhaustaugliche Komponente" zertifiziert.

Kein Widerspruch: Bauphysik und Optik



Quix ist nicht nur Wärmedämmung, Sockelanschluss, Tropfkante und Putzleiste in einem. Quix will auch durch hervorragende Verarbeitungseigenschaften überzeugen. Bei vergleichbarem Aufwand zur herkömmlichen Methode mit Trogprofilen ist bei Quix bereits ein Viertel Quadratmeter je Element gedämmt. Und das mit exakter und schnurgerader Kante. Das einfach zu montierende Quix-System versteht sich daher auch als äußerst wirtschaftlich und beginnend mit 140 mm Dämmstoffdicke als kostenneutral.

Und last but not least zeigt Quix, dass Bauphysik und Optik kein Widerspruch sind. Auch hochgedämmte Fassaden müssen keinesfalls eintönig und glatt sein. Vor allem die Formkörper von MARMORIT eröffnen hier völlig neue Gestaltungsmöglichkeiten. So ermöglicht auch das Quix-Bauteil zusammen mit Rundungselementen sowie den entsprechenden Verbindungsknoten außergewöhnliche Sockel- und Eckausbildungen, und dies sowohl horizontal, als auch vertikal. Auf diese Weise entstehen neue, ungewöhnliche Fassadenbilder, die dem Haus eine unverwechselbare, individuelle Note geben.

Live erleben kann man Quix und alle anderen Formkörper im fassadium, der Inspirationswerkstatt und Ideenschmiede von MARMORIT (siehe auch Beitrag"Fassadendämmung mit gestaltenden Formkörpern" vom 10.4.2005). In dem 1.000 m² großen Glasbau präsentiert der Edelputzhersteller und Dämmspezialist anhand von sechs Beispiel-Häusern - alles Kleinstausgaben von Echthäusern - Konzepte und Detaillösungen unterschiedlichster Art und zeigt so, was an Fassadengestaltung heute möglich ist - ganz im Sinne des Mottos von MARMORIT "Erst schauen, dann bauen". Fassadien gibt es in Bollschweil bei Freiburg, Altbach bei Esslingen, Pfungstadt bei Darmstadt und Castrop-Rauxel bei Dortmund. Sie können nach telefonischer Vereinbarung jederzeit besucht werden, auch am Wochenende.

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