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Eine halbe Milliarde Euro weniger Heizkosten durch CO₂-Gebäudesanierungsprogramm

(22.6.2008) Durch die im Rahmen des CO₂-Gebäudesanierungsprogramms geförderten Energiesparmaßnahmen in den Jahren 2005 bis 2007 sollen bis Ende 2008 bereits Heizkosten in Höhe von einer halben Milliarde Euro eingespart werden können. Die Maßnahmen bewirken eine Reduktion des Energieverbrauchs in den sanierten Gebäuden um nahezu 50%. Dies ist das Ergebnis einer Studie des Bremer Energie Instituts (BEI), das die KfW Förderbank und das Bundesministerium für Verkehr Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) zur Evaluierung der Fördereffekte des CO₂-Gebäudesanierungsprogramms in Auftrag gegeben haben.

Gemessen über die durchschnittliche Lebensdauer der Maßnahmen von 30 Jahren beträgt die Energieeinsparung rund 6 Mrd. Euro. Das entspricht rund 80% der für die Maßnahmen angefallenen Investitionskosten. Die Maßnahmen der Altbausanierung finanzieren sich somit bereits über die eingesparten Heizkosten weitgehend selbst. "Die aktuelle Studie des Bremer Energie-Institutes zu den Effekten des CO₂-Gebäudesanierungsprogramms belegt: Die energetische Gebäudesanierung hilft nicht nur dem Klimaschutz sondern sichert Wohnungseigentümer und Mieter gegen steigende Energiepreise ab. Wer seinen Altbau heute energetisch saniert, kann bei den hohen Energiepreisen und den günstigen Förderkonditionen ein gutes Geschäft machen. Das CO₂-Gebäudesanierungsprogramm leistet einen wesentlichen  Beitrag zur Senkung der Heizkosten", sagte Detlef Leinberger, Mitglied des Vorstands der KfW Bankengruppe.

Die Programmfamilie zum "Energieeffizienten Bauen und Sanieren" umfasst die KfW-Programme ...

  • CO₂-Gebäudesanierung,
  • Wohnraum Modernisieren (ÖKO-PLUS-Variante) und
  • Ökologisch Bauen sowie die
  • energetischen Teile der kommunalen Infrastrukturprogramme der KfW

... und bildet das Kernstück der Förderinitiative "Wohnen, Umwelt, Wachstum." In deren Rahmen wurden im Jahr 2007 rund 220.000 Darlehen mit einem Fördervolumen in Höhe von nahezu 15,8 Mrd. Euro vergeben. Damit wurde ein Investitionsvolumen von fast 29 Mrd. Euro in mehr als 450.000 Wohneinheiten angestoßen.

Weiter zeigt die Studie, dass allein mit den in 2007 geförderten Maßnahmen mehr als 480.000 Arbeitsplätze insbesondere in der mittelständischen Bauwirtschaft und im Handwerk in Deutschland für ein Jahr gesichert werden konnten. "Die Ergebnisse zeigen, dass mit der Förderung des energieeffizienten Bauens und Sanierens eine dreifache Rendite verbunden ist: Erstens wird der Ausstoß schädlicher Treibhausgase deutlich vermindert: Das schützt das Klima! Zweitens wird der Verbrauch teurer fossiler Brennstoffe wie Öl und Erdgas reduziert: Das reduziert wiederum die Energiekosten der Haushalte und macht Deutschland unabhängiger von sich stetig verteuernden Öl- und Gasimporten. Drittens regen die Sanierungsmaßnahmen die heimische Nachfrage an: Das schafft neue Arbeitsplätze speziell im mittelständisch geprägten Handwerk", sagte Detlef Leinberger.

Das Gutachten evaluierte zudem die durch die Förderung erzielte Minderung des CO₂-Ausstoßes. Insgesamt erbrachten Investitionen, die im Bereich "Energieeffizientes Bauen und Sanieren" in 2006 und 2007 gefördert wurden, eine dauerhafte Minderung des CO₂-Ausstoßes um 1,6 Mio. Tonnen.

Bis zum Ende der Kyoto-Handelsperiode im Jahr 2012 werden sich die CO₂-Minderungseffekte der in diesem Bereich geförderten Sanierungsvorhaben auf 9 Mio. Tonnen kumulieren. Die unveränderte Fortführung des Programmpakets wird einen wesentlichen Beitrag zu dem in Meseberg beschlossenen integrierten Energie- und Klimaprogramm der Bundesregierung leisten. Darüber hinaus ist es ein unverzichtbarer Bestandteil der deutschen Klimaschutzanstrengungen, um die internationalen Verpflichtungen einhalten zu können.

Interessierte können die Studie unter kfw.de im Bereich Research/Schwerpunkt- /Sonderthemen herunterladen.

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