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Wärmebrücken im Neubau: ein kritischer Schwachpunkt

(18.8.2008) Hoher Energieverbrauch und Feuchtigkeitsprobleme: Wärmebrücken können zu hohen Heizkosten, Schädigung der Bausubstanz und Schimmelpilz-Bildung führen. Besonders an auskragenden Bauteilen tritt die Problematik auf, da hier sowohl ein Materialwechsel in der Außenwand als auch ein geometrischer Einfluss auftritt. Durch die Kombination von konstruktiver und geometrischer Wärmebrücke zählen auskragende Bauteile - wie beispielsweise Balkone und Laubengänge - zu den kritischsten Stellen im Gebäude. Wirksam lösen lassen sich solche konstruktiven Probleme u.a. mit dem Isokorb von Schöck: Als Kragplatten-Anschluss trennt er die Bauteile thermisch voneinander, verringert den Wärmedurchgang und reduziert das Risiko von Schimmelpilz-Bildung deutlich.


Die aktuelle Klimadiskussion und die geforderten Energie-Einsparungen spiegeln sich auch in der Baubranche wider: Die Anforderungen an den Hausbau sind in Hinblick auf Energieeffizienz in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Um sie zu erfüllen und den Energieverlust zu reduzieren, ist die Minimierung von Wärmebrücken unabdingbar. Im Bereich der Wärmebrücke fließt mehr Wärme nach außen als an anderen Stellen des Gebäudes. Dadurch ergeben sich lokal niedrigere Temperaturen an der Innenseite des betroffenen Bauteiles. Zu den Folgen zählen ein erhöhter Energieverbrauch und ein hohes Risiko von Schimmelpilz-Bildung.

Wärmebrücken: kritische Punkte im Gebäude

Wärmebrücken treten einerseits durch den Wechsel von Materialien auf - und zwar als örtlich begrenzte Stellen mit erhöhtem Wärmedurchgang. Andererseits treten Wärmebrücken auf, wenn der Innenfläche eines Bauteils eine größere Außenfläche gegenübersteht - wie beispielsweise bei einer Kühlrippe eines Motorradmotors. Man unterscheidet in diesem Zusammenhang zwischen konstruktiven und geometrischen Wärmebrücken.

Konstruktiv bedingte Wärmebrücken entstehen durch Einbauten oder Materialien mit höherer Wärmeleitfähigkeit oder fehlender Wärmedämmung, die eine gedämmte Außenwand durchstoßen. Beispiele hierfür sind das Außenmauerwerk unterbrechende Stützen oder Stahlbetondeckenauflager. Geometrische Wärmebrücken entstehen dort, wo eine kleine Wärme aufnehmende Innenfläche einen Wärmestrom an eine viel größere Außenfläche abgibt. Das ist beispielsweise an Balkonen, Gebäudekanten oder -ecken der Fall (Bild rechts aus dem Beitrag "Zuger Stadttor: Wohnqualität mit großen stützenfreien Balkonen" vom 11.6.2008)

Wärmebrücken treten zudem bei unsachgemäßer Bauausführung auf. Bei mangelhafter oder lückenhafter Dämmung ist dies der Fall. Die Ursachen für Wärmebrücken sind somit vielfältig und es können zudem auch mehrere Gründe bei der Entstehung von Wärmebrücken zusammenwirken.

Balkon mit geometrischer und konstruktiver Wärmebrücke

Beim Anschluss von Balkonen und Laubengängen treten sowohl geometrische als auch konstruktive Wärmebrücken auf. Sie zählen damit zu den kritischsten Wärmebrücken des Gebäudes. Besonders hoch ist der Wärmeabfluss, wenn beide Bauteile - Balkon und Geschosszwischendecke - aus einem Material mit hoher Wärmeleitfähigkeit bestehen oder der Bauteilanschluss aufgrund der statischen Tragfähigkeit große Stahl-Querschnitte hat. Beim Balkonanschluss entsteht zudem meist eine große Temperaturdifferenz zwischen der Balkonplatte an der Außenluft und der inneren Decke zwischen beheizten Räumen, so dass bei nicht vorhandener Dämmung viel Wärme verloren geht. Gerade im Winter bildet sich an dieser Stelle Kondensat, wenn die Temperatur den kritischen Taupunkt von 9,3 Grad Celsius erreicht. Schimmelpilze können sich aber schon bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von 80 Prozent bilden. Selbst wenn kein Kondensat auftritt, besteht daher ein hohes Risiko, dass Schimmelpilze wachsen. Die kritische Temperatur liegt hier bei 12,6 Grad Celsius. Schimmelpilz-Bildung tritt auch an Stellen auf, an denen sie gar nicht wahrgenommen wird: unter Tapeten, Teppichböden oder hinter Möbeln. So sind die Schimmelpilz-Sporen in der Luft, ohne dass man sie sieht. Sie stellen ein erhebliches Gesundheitsrisiko dar.


Wärmebrücken beim Balkon minimieren

Balkone sind im Wohnungsbau ein wichtiges Element zur Aufwertung der Wohnqualität. Frei auskragende Balkone bieten zudem ein vom Bauherren bewusst wahrgenommenes Plus an Wohnraum und steigern die Gestaltungsfreiheit des Planers. Der Anschluss des Balkons erfordert dabei nicht nur statische Sicherheit: Wenn die Balkonplatte ohne thermische Trennung zum Gebäude hin eingebaut wird, entsteht am Übergang eine Wärmebrücke. Um an dieser Stelle langfristige Bauschäden durch Schimmelpilz-Bildung zu vermeiden, müssen die einzelnen Bauteile wämetechnisch voneinander entkoppelt werden. Nur so können auch die Energieeffizienz und nachhaltige Bauschadensfreiheit des Gebäudes gewährleistet werden, da der Wärmeabfluss reduziert wird.

Eine effektive thermische Trennung und statische Sicherheit bietet der Kragplatten-Anschluss "Schöck Isokorb". Er reduziert die Wärmebrücke durch die Kombination ...

  • aus Edelstahl,
  • einem Drucklager aus Hochleistungsfeinbeton und
  • einer Dämmschicht aus Polystyrol-Hartschaum.
Isokorb, Technische Information Isokorb, Betonbau, Wärmebrücken, auskragende Bauteile, Planungshilfe, Stahl, Stahlbeton, Holz

Das Bauteil ermöglicht durch seine tragende Funktion die statisch sichere Befestigung der Balkonplatte an der Hausfassade und verspricht zugleich eine optimale Wärmedämmung. Dabei ist der Schöck Isokorb materialunabhängig einsetzbar - entsprechend den unterschiedlichen Bauweisen.

  • Stahlbeton an Stahlbeton (K),
  • Stahlbeton an Holz (KSH),
  • Stahl an Stahlbeton (KS) und
  • Stahl an Stahl (KST).

Die Elemente des Schöck Isokorb KSH und KST werden einfach über Schraubverbindungen angeschlossen.

Insgesamt bietet Schöck ein Sortiment von über 250 Standardtypen, deren statische und thermische Eigenschaften ständig weiterentwickelt und optimiert werden. Die Idee für den Isokorb reicht bis in das Jahr 1979 zurück, als der Erfinder des Isokorbs, Eberhard Schöck, die ersten Produktskizzen zur Minimierung von Wärmebrücken entwarf. Seit der Markteinführung im Jahr 1983 wurden europaweit bereits über neun Millionen Elemente installiert.

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