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Gewebefassaden als positiver Beitrag zur Gebäude­bilanz von Parkhäusern

(6.9.2012) Als Stiefkinder der Architektur ringen Parkhäuser seit Jahren um Aufmerk­samkeit und Akzeptanz. Zunehmend erkennen Kommunen und Investoren jedoch das Potenzial, das in Parkhäusern als Standort- und Wirtschaftsfaktor steckt. Zeitgemäße Baustoffe, durchdachte Konzepte und ansprechende Ästhetik können die ehedem uni­formen, klobigen Lückenfüller in attraktive Blickfänge verwandeln. Dazu tragen u.a. Architektur- und Designgewebe bei - beispielsweise von der technischen Weberei GKD - Gebr. Kufferath AG.


Einsatz von Metallgewebe am Flughafen Köln/Bonn. (Bild vergrößern)

Anfang der 90-er setzte Helmut Jahn dieses Material erstmals als schimmernde, semi­transparente Hülle am Parkhaus des Flughafens Köln/Bonn ein (Bild oben). Wandlungs­fähige Optik und multifunktionales Einsatzspektrum empfehlen Edelstahlgewebe seit­dem für Bau, Sanierung oder optische Aufwertung von Parkhäusern. Der steigende Stellenwert von ökologischem und ökonomisch nachhaltigem Bauen verleiht Parkhaus­bekleidungen aus Edelstahlgewebe zusätzlichen Auftrieb. Ob als dekorative Hülle, ro­buste Absturzsicherung, effizienter Sonnenschutz oder Video-Display im XXL-Format - die ganzheitliche Betrachtung von Baustoffen macht Parkhausfassaden aus GKD-Gewebe besonders attraktiv.


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(© GKD/ New York Focus LLC)
  

Auch beim Parken gilt: Der erste Eindruck zählt. Ob metallisch glänzend, farbig, beleuchtet oder medialisiert – Edelstahlge­webe rückt ungeliebte Parkhausfassaden in ein besseres Licht. Die textile Struktur spiegelt die Umgebung wider, inszeniert das Tageslicht und kann die formale Ästhetik des Baukörpers beto­nen: Tagsüber erlaubt die projektbezogen einstellbare Trans­parenz definierte Ein- und Ausblicke. Nachts verwandelt sie Gebäude in leuchtende Fixpunkte. Fertigungstechnisch an keine feste Rastergröße gebunden, kann das Gewebe optisch nahtlos so ziemlich jeder Gebäudeform und -größe folgen.

Sicherer Schutz

Doch allein Ästhetik wird in der Regel den hohen Anforderungen an effizientes Facility Management von Parkhäusern nicht genügen. Edelstahlgewebe verbindet optische Qualitäten mit einem umfassenden Katalog an funktionalen Optionen: Es ...

  • schützt vor Sonne, Regen und Zugluft,
  • dient als Absturzsicherung und
  • ist unbrennbar,
  • bietet wenig Angriffsfläche für Graffitisprayer,
  • ist unempfindlich gegen Druck oder Stoß und
  • bietet damit einen passiven Schutz vor Vandalismus.

Fassaden aus Edelstahlgewebe gelten zudem als pflegeleicht sowie wartungsarm und sollten über Jahrzehnte gleichbleibend attraktiv bleiben. Am Ende der Lebensdauer ist der Baustoff ohne Qualitätseinbuße recycelbar.

Parkhaus Doral Park, Florida
Parkhaus Doral Park, Florida - © GKD/ DVDesign (Bild vergrößern)

Ein gelungenes Beispiel für das Zusammenspiel all dieser Aspekte ist das Parkhaus im Park Square Doral in unmittelbarer Nähe zum internationalen Flughafen von Miami in Florida, USA (Bild oben und Bild rechts unten). Hier umhüllen 104 Paneele einer Son­deranfertigung aus unterschiedlich dicht gewebten Zonen des GKD-Standardgewebes vom Typ Omega die Fassade und verleihen ihr die Wirkung eines überdimensionalen Schachbretts.


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(© GKD/ DVDesign)  

Je nach Lichteinfall entsteht eine auffällige 3D-Anmutung. Gleichzeitig übernimmt das Gewebe die natürliche Belüftung und Beleuchtung des Parkhauses. Die robuste Maschenstruktur widersteht den in dieser Region häufigen Hurrikans bis Stärke 4. Mit seinem markanten Muster versteht sich das Parkhaus zugleich als ein deutliches Zeichen gegen die Monotonie in der Verkehrsarchitektur.

Erhebliche Energieeinsparungen

Das Parkhaus Chateaucreux in Saint-Etienne im Südosten Frankreichs wurde von Pat­rick Chavannes entworfen. Trotz seiner Größe scheint der Rundbau über dem großen Bahnhofsvorplatz zu schweben. Hinter seiner in der Sonne schimmernden, gewebten Haut bietet er auf zwei Etagen 603 Stellplätze - siehe Google-Maps:

Das Spiralgewebe vom Typ Licorne soll hier trotz einer offenen Fläche von 64 Prozent den solaren Hitzeeintrag erheblich reduzieren. Die spezielle Drahtform - außen abge­rundet, innen flach - reflektiert durch die U-förmigen Kanten die Sonnenstrahlen und leitet sie gezielt in die unmittelbare Umgebung ab. Der in Saint-Etienne verwendete Typ Licorne 27-i hat einen g-Wert von 0,67, so dass nur 67 Prozent der solaren Ener­gie das Gewebe durchdringen. Diese Sonnenschutzwirkung verbindet die textile Struk­tur der Parkhaushülle - anders als eine Glasfassade - mit Belüftung. Dank der hohen Lichtdurchlässigkeit des Gewebes sei tagsüber keine zusätzliche elektrische Beleuch­tung erforderlich.

Leuchtende Lösung


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(© GKD/ New York Focus LLC)
 

Als Lichtlösung zur Parkhausgestaltung erfährt das Anwen­dungsspektrum gewebter Edelstahlfassaden zusätzlichen Auftrieb. Das von Frank Gehry entworfene Parkhaus der New World Symphony in Miami Beach beispielsweise wird nachts durch einen farbig inszenierten Schleier aus GKD-Gewebe zum weithin sichtbaren Blickfang. Die schlichte Form des Baukör­pers kennzeichnet eine gewebte Haut aus 2.400 Quadratmeter hoch legiertem Edelstahl, die der salzhaltigen Meeresluft dau­erhaft standhalten soll. Gehry wählte mit dem Spiralgewebe Helix 12 ein Sondergewebe aus runden Drähten. Im Wechsel­spiel mit Licht verleiht es den fünf Parkhausgeschossen ober­halb der Ladenzeile ein repräsentatives Gesicht. Das tagsüber in der Sonne schimmernde Gewebe verwandelt sich abends durch computergesteuertes Farbenspiel in eine emotionalisierte Kulisse. Am Fuß der Gewebepaneele angebrachte LED-Strahler unterstützen die Nachhaltigkeit der Fassadenlösung durch geringen Energiebedarf und minimiertes Streulicht.

Dynamische Kommunikationsplattform

Architekturintegrierte transparente Medienfassaden aus Edel­stahlgewebe übernehmen die Funktion aufmerksamkeitsstarker Kommunikationsplattformen. Das patentierte Mediamesh-Sys­tem von GKD verbindet die Vorteile eines hoch leistungsfähigen LED-Displays mit optischer Durchlässigkeit und allen anderen gewebespezifischen Vorteilen (siehe auch Baulinks-Beitrag "Mediamesh: Fassaden werden zur multimedialen Großbildwand" vom 26.1.2007): Leuchtstarke LEDs setzen bewegte Bilder, Werbeclips oder anspruchsvolle Grafiken rund um die Uhr in bester Wiedergabequalität in Szene.

Das WinStar World Casino in Oklahoma, USA, ist mit 46.000 Quadratmetern eines der größten Casinos der Welt. Die Betreiber entschieden sich für die neueste Generation Mediamesh, um die Benutzer der vielbefahrenen US Bundesstraße Interstate 35 als Gäste zu gewinnen. Zwei großformatige Mediamesh-Screens aus 14 Gewebepanee­len - jeweils 3,9 Meter breit und 10 Meter hoch - werten das zum Casino gehörende Parkhaus optisch und funktional auf. Beide der Schnellstraße zugewandten Seiten werben in tageslichttauglicher Videoqualität für das Kasino und das angeschlossene Hotel. Die filigranen LED-Streifen mit sechs LEDs pro Pixel ermöglichen den gewünsch­ten ungestörten Blick aus dem Parkhaus.


Bilder: GKD / David Joseph, A2a MEDIA, David Joseph

Die bislang größte transparente GKD-Medienfassade nutzt die Fassade des Port Au­thority Bus Terminal in New York als kontaktfrequenzstarke Werbeplattform. Auf fünf Etagen, drei davon Parkdecks, ist der Busbahnhof zentraler Umsteigeknoten und Ein­kaufsparadies in einem. Mehr als 7.200 Busse und 200.000 Menschen passieren das Terminal täglich. Zwischen der 40. und 42. Straße sowie der achten und neunten Avenue prägt ein rechtwinklig als Eckfassade montiertes Mediamesh das Gesicht des riesigen Gebäudes. Jeweils acht knapp 35 Quadratmeter große Paneele zeigen Video­clips in bemerkenswerter Brillanz. Die Weitläufigkeit des Standorts ermöglicht eine Bildauflösung, die auch aus 80 Metern Entfernung unverändert gut ist. Mehr als vier Millionen Pixel aus jeweils fünf leuchtstarken LEDs setzen die Inhalte rund um die Uhr werbewirksam in Szene.

Weitere Informationen zu Metallgeweben und Medienfassade können per E-Mail an GKD angefordert werden.

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