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(nicht nur) bei Solaranlagen auf die Trinkwasserhygiene achten

(3.12.2004) Erdgas und Heizöl werden immer teurer. Viele Hausbesitzer wollen die Heizkosten mit Solarwärmeanlagen senken. Angesichts einer Nutzungsdauer von mindestens zehn bis 15 Jahren sollte man beim Kauf der Anlage allerdings besonders auch auf die Bauart des Solarspeichers achten. Moderne Speicher haben Krankheitserregern, zum Beispiel den gefährlichen Legionellen, im Trinkwasser vorzubeugen.

Wirksamer Schutz vor Keimen

In konventionellen Trinkwasserspeichern wird das Trinkwasser wie in einem großen Behälter erwärmt. Die Energie von den Solarkollektoren auf dem Dach und von der Heizung wird durch Wärmetauscher an das Wasser übertragen. Der größte Nachteil dieses Systems: Das Trinkwasser wird insgesamt zu wenig ausgetauscht und lagert zu lange im Speicher. Bereits nach wenigen Monaten bilden sich am Boden des Behälters Ablagerungen aus Kalk und anderen Schwebstoffen. Dieses Sediment bietet Keimen im Trinkwasser optimale Lebensbedingungen. Die Bakterien können sich erheblich vermehren, im ganzen Speicher und in den Leitungen ausbreiten und zum Beispiel beim Duschen akute Atemwegserkrankungen auslösen.

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Die Verkeimung vermeiden moderne Speicher, indem sie Frischwasser über Wärmetauscher erhitzen - das Speicherwasser gelangt somit gar nicht in das Trinkwassersystem des Gebäudes. Beispiel: der Sanicube-Speicher in einer Rotex Solaris-Anlage. Er funktioniert nach dem Prinzip eines Durchlauferhitzers. Im Inneren des Behälters befindet sich eine Spirale aus 230 Meter Kunststoffrohr, die 45 Liter Trinkwasser fasst. Sie ist von 500 Litern Pufferwasser umgeben, das von den Solarkollektoren oder dem Heizkessel erwärmt wird. Das Trinkwasser durchläuft die Rohrspirale und wird dabei durch das Pufferwasser erwärmt. Überschüssige Energie wird für die Raumheizung genutzt. Besonders effizient arbeitet das System in Verbindung mit einem Brennwertkessel für Öl oder Gas. Da das Trinkwasser nie lange in der Rohrleitung bleibt und mehrfach am Tag ausgetauscht wird, bilden sich keine Ablagerungen. Das beugt der Vermehrung von Keimen vor.

Umweltschonend ohne Frostschutz

Im Gegensatz zu anderen Solaranlagen benötigt das Pufferwasser in der Rotex Anlage kein Frostschutzmittel oder andere Zusätze. Solche giftigen Glykolmischungen sollen im Winter verhindern, dass die Pufferflüssigkeit in den Kollektoren einfriert und diese platzen. Beim Solaris-System schaltet sich automatisch die Wasserpumpe ab, wenn die Kollektoren bei zu geringer Sonneneinstrahlung, zum Beispiel in der Dämmerung oder nachts, nicht mehr genug Wärme aufnehmen. Dann fließt das Speicherwasser zurück in den Speicherbehälter und die Kollektoren sind frostsicher entleert. Sobald die Sonne wieder ausreichend scheint, springt die Pumpe an, die Kollektoren werden wieder vom Pufferwasser durchströmt und die Anlage kann die Wärmenergie verwerten.

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