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Glasdächer: Architektonische "Highlights" mit hohen Ansprüchen

(12.10.2005) Glasdächer werden zunehmend zu einem wesentlichen gestalterischen Element, an das in Form, Größe und Neigung immer höhere Anforderungen gestellt werden. Häufig stellt eine klare Linienführung durch die optische Einheit von Fassade und Dach einen Anspruch dar. Zudem führt oftmals der Ausdruck konsequenter Formen zu einem kubistischen Entwurf mit horizontalen Glasdachflächen. In anderen Konzepten soll ein gesamtheitlicher Eindruck der Leichtigkeit und Transparenz eines Konzeptes durch ein filigranes, gleichsam schwebend wirkendes Glasdach erzielt werden.

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Humanistische Fakultät, Universität Moskau / Russland: gekrümmtes Holz-Glasdach (alle Fotos: RAICO Bautechnik)

Neben den gestalterischen müssen die Konstruktionen jedoch auch funktionale Anforderungen erfüllen. Das seit Jahren als Spezialist für Dachverglasungen bekannte Systemhaus RAICO hat mit seinem neuen Verglasungssystem THERM+ die Anwendungsmöglichkeiten für Glasdachkonstruktionen erweitert und bei einer Dachneigung von 2° erfolgreich geprüft.

Das THERM+ Verglasungssystem bietet eine erstaunliche Variantenvielfalt. Es bietet auf Basis eines einzigen multi-variablen Basissytems in identischer Konstruktion Lösungen für Pfosten-Riegel-Fassaden wie auch für Glasdächer. Ausführbar sind diese als Aluminiumsystem mit einer Vielzahl von Tragprofilvarianten sowie als Stahl-Aufsatzkonstruktion für beliebige Stahl-Tragprofile und als Holz-Aufsatzkonstruktion für alle Holzmaterialien.

Die spezielle Eignung für Glasdachkonstruktionen werde durch die Technik der überlappenden Riegel- und Pfostendichtungen, die die innere Konstruktion komplett abdecken, zuverlässig sichergestellt - so der Hersteller. Eine Glasdachprüfung mit einer Dachneigung von nur 2 Grad beim ift in Rosenheim belegt mit hervorragenden Ergebnissen bei Luftdichtigkeit, Schlagregendichtigkeit und Windwiderstandsfähigkeit die Qualität des Systems für diesen Einsatzbereich. Somit kann von der senkrechten über geneigte Fassaden bis hin zum fast flachen Dach immer mit nur einem einzigen System gearbeitet werden. Glasdach und Vertikalfassade verschmelzen so zu einer Einheit, wie am Beispiel des Museums der Langen Foundation in Hombroich (siehe Bild unten). Hier konnte der Entwurf des Architekten Tadao Ando mit minimalen Rahmenansichten, hohen Glaslasten und einem direkten Übergang von senkrechter Glasfläche in eine fast horizontale Überdachung mit dem Standard-Verglasungssystem auf Stahlprofilen erreicht werden.

Doch auch weitere Ansprüche können individuell realisiert werden: Auch beim Glasdach kann die Wärmedämmung stufenweise bis zu einem Uf-Wert von 0,7 W/m²K angepasst werden. Kernstück dieser thermischen Variabilität bei immer gleich bleibendem Basissystem sind die neuen ISOBLOC Außendichtungen in verschiedenen Ausführungen. Diese vereinen Dichtung und Wärmedämmung ideal in einem Bauteil. So konnte beim derzeit größten Passivhaus ENERGON die Atrium-Überdachung als Stahl-Aufsatzkonstruktion mit Passivhausdämmung und mit nur 4 Grad Dachneigung realisiert werden.


Langen Foundation, Hombroich / Deutschland Stahlfassade und -glasdach mit 2,5° Neigung

Das Verglasungssystem bietet für Alu-, Stahl- und Holzkonstruktionen alternativ zu den Press- und Deckleisten eine SG-Verglasungsvariante an, die wiederum auf dem identischen Basiskonzept beruht. Somit sind auch kombinierte Fugenvarianten, z.B. zweiseitig gelagerte Felder mit Pfosten mit Deckleiste und Riegel mit Silikonverfugung möglich, die eine optische Betonung und Linienführung unterstreichen.

THERM+ kombiniert flexible Einsatzmöglichkeiten mit gleichbleibend hoher Qualität in bauphysikalischen Anforderungen. Und dies bei freier Wahl der Tragkonstruktion in Aluminium, Stahl oder Holz, für Glasfassade und Glasdach bis zu 2° Neigung. Ein System, das die Gestaltungsfreiheit der Planer deutlich erweitert und neue Möglichkeiten in der Anwendung bietet.

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