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Stauwärmenutzung unter'm Metalldach zur Brauchwassererwärmung

(14.7.2006) Auf ungedämmten Dachböden ist die Hitze im Sommer fast unerträglich. Die Wärme staut sich - da hilft auch kein Lüften. Ein „Solardach“ könnte diese Hitze nutzen - nicht mit Sonnenkollektoren, sondern mit Hilfe einer Wärmepumpe! Mit finanzieller Unterstützung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) testet das Institut für Agrartechnik der Universität Göttingen die ökologische und ökonomische Effizienz dieses Konzept unter dem Metalldach der neugebauten Jugendherberge in Dahme an der Ostseeküste (siehe Google-Maps).

Stauwärme, Stauwärmenutzung

Schon in den 1980er Jahren haben Wissenschaftler die Grundlagen für die Stauwärmenutzung zur Brauchwassererwärmung gelegt. Doch damals waren die Energiepreise niedrig und die Wärmepumpentechnik noch nicht so ausgereift. Das Verfahren setzte sich darum nicht durch. Inzwischen haben sich aber die technischen Möglichkeiten und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungengeändert. „Wenn es jetzt gelingt, für das Solardach in Dahme entsprechend positive Wetter- und Betriebsdaten zu gewinnen, könnte das Potenzial dieser einfachen und robusten Lösung auch für andere Standorte abgeschätzt werden“, hofft DBU-Generalsekretär Dr. Fritz Brickwedde. Jörg Kachelmann (populärer Wettexperte im Fernsehen) wird das Projekt durch die Bereitstellung von Wetterdaten unterstützten. Für die Zukunft könnte dies bedeuten, dass ein Bauherr lediglich sein Hausdach mit einem Metalldachprofil auslegen müsste, um sein Brauchwasser mit einer Wärmepumpe zu erwärmen. „Geringe Zusatzkosten, Betriebssicherheit, architektonische Gestaltungsfreiheit sowie optische Unauffälligkeit könnten zur Verbreitung beitragen und Impulse für das Handwerk auslösen“, erhofft Brickwedde.

Die Technik ist vergleichsweise unkompliziert: Die Metalldacheindeckung erwärmt auf ihrer Innenseite einen Luftstrom, der von einem Ventilator unterstützt einem Wärmetauscher und schließlich der Wärmepumpe zugeführt wird. Die abgekühlte Luft verlässt über eine Rohrleitung das Dach. Die über die Wärmepumpe gewonnene Energie wird zur Brauchwassererwärmung genutzt. Die Vorteile dieses Systems für die Umwelt liegen in einer einfachen und kostengünstigen Möglichkeit, durch Metalldächer schon kurze Sonnenscheinphasen zur Energiegewinnung und Verringerung des Primärenergieverbrauchs zu nutzen. Die Wissenschaftler der Uni Göttingen rechnen damit, dass durch das System die Leistung der Wärmepumpe deutlich erhöht wird, und sie dadurch wirtschaftlicher wird.

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