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37. Rosenheimer Fenstertage: Energieeffizienz, Behaglichkeit, Komfort

(28.7.2009) Krise als Chance - nie hatte diese Weisheit mehr Bedeutung als angesichts der Wirtschaftskrise und der globalen Nachfrage nach energieeffizienter Technik. Die EnEV 2009, bis zu 13 Milliarden Euro aus Förderprogrammen des Bundes oder 400 Milliarden Euro für Photovoltaik in Afrika versprechen weltweit gute Aussichten für innovative Technik. Die Rosenheimer Fenstertage wollen sich ganz der Aufgabe widmen, die Branche in der Nutzung der konjunkturellen Chancen zu unterstützen, die sich durch den Megatrend zu nachhaltigen Bausystemen ergeben.

  • vom 15. bis 16. Oktober 2009

Den Schwerpunkt sollen Informationen über die vielfältigen Facetten der Energieeffizienz bilden, die von Auslegungsfragen der EnEV 2009, über verbesserten Wohnkomfort bis zu energieeffizienten Konstruktionen und Materialien reichen, mit denen die verschärften Referenzwerte der EnEV erreicht werden können. Dadurch ergeben sich auch gute Möglichkeiten im internationalen Wettbewerb. Daneben wird es Aktuelles zu Normen und Regeln geben - beispielsweise zu Kriterien für Passivhaus-Fassaden, zum Schallschutzausweis, zur neuen Bauproduktenverordnung sowie zum Amendment der DIN EN 14351-1 mit Austauschregeln und neuen Tabellenverfahren. Auch neue Forschungsergebnisse zu wärmetechnischen Verbesserungen oder zu mechatronischen Fenstern sollen nicht zu kurz kommen. Internationale Projekte, ein Vergleich europäischer Energiesparanforderungen und Green Buildings versprechen gute Perspektiven für die Branche.

Die Rosenheimer Fenstertage wollen in 30 Vorträgen die wichtigsten Aspekte zur Umsetzung energieeffizienter Systeme beantworten. Die Vorträge sind neben dem Plenum in sechs Themenblöcke aufgeteilt:

  1. Behaglichkeit und Energieeffizienz
  2. Sicherheit und Komfort
  3. Forschung und Zukunft
  4. Risiken und Bauschäden
  5. Internationale Märkte
  6. Normen und Regeln

Am Donnerstag wird Ulrich Sieberath (ift Rosenheim) laut Ankündigung die vielfältigen technischen Aspekte der Energieeffizienz zeigen, Prof. Dr.-Ing. Norbert Fisch (TU Braunschweig) wird den globalen Trend zum "Green Building" analysieren und Dr.-Ing. Martin Elsberger (EU-Kommission) berichtet ausführlich über europäische Maßnahmen und Förderinstrumente, mit denen die Branche in Zukunft rechnen muss. Im Block "Forschung und Zukunft" soll die Technik von morgen vorgestellt werden. Sensoren und Steuerungselemente, die das haushaltsübliche Stromnetz nutzen und ohne zusätzliche Leitungen eingesetzt werden können, versprechen eine kleine Revolution für den Markt der Sanierung und Nachrüstung. Auch der Einsatz von Zukunftstechnologien wie Vakuumisolierglas und Verbundmaterialien wird dargestellt. Damit die Sicherheit bei allen Neuerungen nicht zu kurz kommt, ergänzt der Themenblock "Sicherheit und Komfort" das Programm. Es werden die vielfältigen Sicherheitsanforderungen an elektronische Bauteile sowie deren Umsetzung in die Praxis erörtert. Weitere Vorträge zeigen, wie mit Sicherheitstechnik, Einbruchhemmung, Barrierefreiheit und Wohnkomfort neue Aufträge gewonnen werden können. Der Block "Behaglichkeit und Energieeffizienz" klärt aktuelle Fragen zur EnEV sowie zur Passivhaus-Zertifizierung. Außerdem werden die Bedeutung eines verbesserten Wohnkomforts und die Vermeidung von Tauwasser aufgezeigt, die bei Endverbrauchern oft wichtiger als technische Kennwerte sind.

Am Freitag will Ulrich Stallmann (AK Wohnungsbaugenossenschaften) im Plenum eine aktuelle Studie vorstellen, die detailliert den Bau- und Sanierungsbedarf der Wohnungswirtschaft sowie die wichtigsten Wohntrends aus Sicht eines strategischen Investors zeigt. Alexander Rieck (Fraunhofer Gesellschaft IAO) zeigt als Leiter der Arbeitsgruppe Fucon, wie die Gebäude der Zukunft aussehen müssen und was dies für unsere Branche bedeutet (siehe auch Beitrag "FUCON - Forschung für das Bauen der Zukunft" vom 22.7.2007). Die Referenten im Block "Normen und Regeln" informieren aus erster Hand über die zu erwartenden Änderungen, damit die Experten frühzeitig notwendige Konsequenzen im Betrieb ziehen können. Insbesondere der geplante "Schallschutzausweis", die neue Bauproduktenverordnung sowie Austauschregeln für Zubehörteile wie Beschläge oder Dichtungen zwingen zum Handeln.

Innovative Produkte haben einen weltweiten Absatzmarkt, deshalb werden im Block "Internationale Märkte" der russische Markt vorgestellt, der globale Megatrend "Nachhaltigkeit" analysiert, weltweit bekannte Fassadenprojekte präsentiert und belegt, wie mit dem Solar Decathlon Europe internationale Aufmerksamkeit erreicht werden kann. Für die Praktiker ist der Block "Risiken und Bauschäden" konzipiert. Es werden typische und immer wieder auftretende Schäden und deren Vermeidung gezeigt. Darüber hinaus wird der richtige Umgang mit sicherheitsrelevanten Bauteilen aus technischer, rechtlicher und kommunikativer Sicht erläutert, hier am Beispiel Sicherheitsglas.


Den Abschluss bildet am Nachmittag die Architektur-Exkursion zum Neubau des Museums Brandhorst, das mit einer innovativen Multilayer-Fassade technisch und gestalterisch für bundesweite Aufmerksamkeit gesorgt hat.

Die Rosenheimer Fenstertage wollen die wichtigsten Fragen bei der Umsetzung energieeffizienter Systeme und bei der energetischen Gebäudesanierung beantworten, um die Branche bei der Nutzung der guten Rahmenbedingungen zu unterstützen. Das Programm mit Informationen zu Referenten, Kurzfassungen der Vortragsinhalte sowie den Anmeldeformalitäten findet sich online unter ift-rosenheim.de und ermöglicht die Zusammenstellung eines individuellen "Fahrplans" für den Besuch der Rosenheimer Fenstertage 2009.

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