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EcoCommercial Building-Programm: Bayer MaterialScience setzt auf neues Geschäftsmodell

(1.12.2009) Durch energieeffizientes Bauen das Klima schonen will Bayer MaterialScience. Dazu hat das Unternehmen ein neues, weltweites Geschäftsmodell für die Bauindustrie entwickelt, das erst kürzlich in die UNEP-Initiative Sustainable Buildings & Climate (SBCI) aufgenommen wurde. Mit dem EcoCommercial Building-Programm will Bayer MaterialScience die Arbeit des SBCI maßgeblich unterstützen und insgesamt einen Beitrag zum nachhaltigen und wirtschaftlichen Bauen der Zukunft leisten. Hintergrund des neuen Geschäftsmodells: Das Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) kam erst kürzlich zu dem Schluss, dass sich die durch Gebäudenutzung verursachten CO₂-Emissionen bis zum Jahre 2020 um 29 Prozent reduzieren lassen, ohne dass dadurch Nettokosten verursacht werden.

Sein Programm realisieren will Bayer MaterialScience zusammen mit ausgesuchten Partnerfirmen. Dazu zählen auf der Materialseite Bayer Sheet Europe, Bolidt Kunststoftoepassing, Linzmeier Bauelemente, Puren und Solon (siehe u.a. "Intersolar Award: Dachziegel als Vorbild für Solon Indachsystem" vom 29.5.2009). Als Servicepartner fungieren Bayer Technology Services, das Kernkompetenzzentrum Finanz- & Informationsmanagement sowie dasIngenieurbüro P. Jung.

Gemeinsam sollen zukünftig Entscheidungsträger in der Bauindustrie über die Möglichkeiten informiert, nachhaltig, umweltfreundlich, energieeffizient und gleichzeitig wirtschaftlich zu bauen. Im Fokus stehen dabei kommerzielle und öffentliche Gebäude.


Bayer-Verwaltungsgebäude in Diegem (Belgien)

Bayer selbst nutzt den EcoCommercial Building-Ansatz. So spielte beim bereits fertig gestellten Bayer-Verwaltungsgebäude in Diegem (Belgien) die Energieeffizienz die entscheidende Rolle (Bild oben). Hier konnte durch die energieoptimierte Bauweise erreicht werden, dass das Gebäude lediglich halb so viel Energie benötigt wie derzeit übliche Bürogebäude - ein Erfolgskonzept, das im Oktober 2009 mit dem "Belgischen Preis für Architektur und Energie" ausgezeichnet wurde.

Das weltweit erste EcoCommercial Building des Bayer-Konzerns, dessen Betrieb emissionsfrei möglich ist, wurde Anfang November 2009 eingeweiht: die betriebliche Kindertagesstätte Monheim von Bayer CropScience (Bild rechts). Die benötigte Energie wird emissionsfrei selbst erzeugt und das Gebäude optimal gedämmt. Die Kita wurde bereits als eines von zehn Vorzeigeprojekten vom Bundeswirtschaftsministerium mit dem Preis "Energieoptimiertes Bauen 2009" ausgezeichnet.

In Greater Noida (Indien), nahe Neu-Delhi, entsteht weiterhin ein Verwaltungsgebäude, das gegenüber vergleichbaren Bauten mit bis zu 70 Prozent weniger Energie auskommen soll. Mit der Fertigstellung wird für September 2010 gerechnet. Alle drei Objekte wurden - wie es im EcoCommercial Building-Programm festgeschrieben ist - unter starker Einbindung regionaler Partner umgesetzt.

Mit seinem Programm setzt Bayer MaterialScience auf eine integrale Planung, die die lokalen Klimaverhältnisse ebenso berücksichtigt wie den Energiebedarf des jeweiligen Gebäudes. Damit ist sichergestellt, dass das Konzept jederzeit an die verschiedenen Klimazonen der Erde angepasst werden kann.

Um das Maximalziel der Nullemission im Jahresdurchschnitt zu erreichen, spielt der Aspekt der Dämmung eine wesentliche Rolle: Hier kann sich die Initiative auf Werkstoffe von Bayer MaterialScience stützen, die heute bereits im Markt etabliert sind. Zusammen mit den Partnerfirmen, die sämtlich von Bayer MaterialScience ausgesucht wurden, wird das gesamte Spektrum an Werkstoffen und Know-how abgedeckt, das für die Errichtung von energieeffizienten Gebäuden notwendig ist.

Konkret werden Nachhaltigkeit, Wirtschaftlichkeit und Umweltfreundlichkeit durch unterschiedlichste Lösungen erreicht. Dazu gehören:

  • Polyurethan-Systeme für Bodenbeschichtungen,
  • langlebige LED-Beleuchtungen für Außen- und Innenbereiche,
  • Polyurethan-Dämmplatten für Dach, Wand und Boden,
  • Polycarbonat-Platten für Überdachungen, Verscheibungen, Oberlichter sowie Fassadenbekleidungen,
  • Photovoltaik-Elemente in einem Rahmensystem aus Polyurethan,
  • Polyurethan-Metall-Verbundelemente sowie
  • Polyurethan-Abdichtungssysteme.

Darüber hinaus kommen lösemittelfreie Klebstoffe ebenso zum Einsatz wie energetische Beleuchtungssysteme. Auf diese Art und Weise sollen nicht nur die Energiekosten massiv gesenkt werden, was nicht zuletzt auch durch die Nutzung von Erdwärme unterstützt wird; auch die Kosten für das Material reduzieren sich bei gleichzeitiger Verlängerung der Nutzungsdauer des Gebäudes.

Da es sich bei dem Programm um eine weltweite Initiative handelt, wird derzeit ein so genanntes Center of Excellence für die Region Europa, Mittlerer Osten und Afrika gebaut. Zusammen mit entsprechenden Einrichtungen in Nordamerika, China, Japan, dem Nahen Osten und Südostasien soll es als Ansprechpartner der Wahl für nachhaltiges Bauen etabliert werden. Damit will Bayer MaterialScience das Service- und Produktangebot im Rahmen seiner EcoCommercial Building-Initiative weiter entwickeln und dem individuellen Bedarf der Interessenten anpassen.

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