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Bauarbeitsmarkt: Beschäftigungsplus 2011, Stabilisierung im Jahr 2012

Prof.
Thomas Bauer
  

(13.1.2012) Der Beschäftigungsaufbau im deutschen Bau­hauptgewerbe hat sich 2011 im zweiten Jahr fortgesetzt. Wie der Präsident des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie Prof. Dipl.-Kfm. Thomas Bauer am 10.1. im Rahmen seiner Jahresauftaktpressekonferenz in Berlin mitgeteilt hat, sei die Zahl der Beschäftigten im Bauhauptgewerbe im Jahresdurch­schnitt 2011 um 18.000 auf 734.000 (+2,5%) gestiegen. Die Reserve an arbeitslosen Baufacharbeitern wie auch an arbeitslosen Bauingenieuren sei weitgehend abgebaut:

  • Im Jahresdurchschnitt 2011 sei die Zahl der arbeitslosen Baufacharbeiter um 22% auf 43.000,
  • die der arbeitslosen Bauingenieure um 17 % auf nur noch 3.000 gesunken.

Für das Jahr 2012 erwartet der Hauptverband vor dem Hintergrund eines schwieri­geren gesamtwirtschaftlichen Umfelds eine Stabilisierung der Beschäftigung auf dem erreichten Niveau.

Den Unternehmen sei jedoch 2011 der Beschäftigungsaufbau nicht leicht gefallen, erläuterte Bauer. Nach einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammer­tages (DIHK) hätten 41% aller Baubetriebe Schwierigkeiten gehabt, offene Stellen innerhalb von zwei Monaten zu besetzen (2007: 27%). 54% der Bauunternehmen hätten sich dafür entschieden, die Fachkräftelücke durch mehr Ausbildung, 44% durch mehr Weiterbildung zu schließen. 17% der Bauunternehmen dächten über längere Arbeitszeiten und 12% über die Anwerbung ausländischer Fachkräfte nach. Jedes zweite Bauunternehmen wünsche sich darüber hinaus eine professionellere Vermitt­lungstätigkeit der Arbeitsagenturen.

Die deutsche Bauindustrie plädiert deshalb für mehr Qualität im Schulsystem: Es könne nicht sein, dass sich immer mehr Schüler bewerben, die nicht ausbildungsreif seien, kritisierte Bauer, viel zu vielen Bewerbern fehle es an sprachlichem Vermögen oder an elementaren Rechen- und Schreibfähigkeiten. Die deutsche Bauindustrie setze sich darüber hinaus aber auch dafür ein, die Zuwanderung ausländischer Fachkräfte zu erleichtern. Bauer: "Wir fordern die Bundesagentur für Arbeit auf, die Vorrangprüfung, nach der zuerst im Inland nach Arbeitskräften gesucht werden muss, ehe auslän­dische Fachkräfte angeworben werden dürfen, nicht nur für Elektro-, Maschinenbau- und Fahrzeugbauingenieure, sondern auch für Bauingenieure aufzuheben."

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