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ifo Konjunkturtest November 2011: Steigende Arbeitskräftenachfrage in der Bauwirtschaft

(29.11.2011) Im Bauhauptgewerbe hat sich das Geschäftsklima wieder aufgehellt. Die befragten Bauunternehmen waren mit ihrer derzeitigen Geschäftslage zufriedener als im Oktober. Zudem wurde die Geschäftsentwicklung im kommenden halben Jahr zuversichtlicher eingeschätzt.


Die Auslastung der Gerätekapazitäten stieg laut ifo Konjunkturtest für November 2011 um einen Prozentpunkt auf 73,2% (saison- und witterungsbereinigt), der vergleichbare Vorjahreswert wurde damit um zwei Prozentpunkte übertroffen. Ein Viertel der Testteilnehmer meldete Behinderungen der Bautätigkeit - der größte Teil (14%) wegen Auftragsmangels. Nur 1% der Befragten berichtete von negativen Witterungseinflüssen (November 2010: 7%), dagegen klagten 6% über Arbeitskräftemangel.

Die Reichweite der Auftragsbestände verharrte im Durchschnitt der Bausparten bei 2,7 Monaten (saison- und witterungsbereinigt); sie war somit größer als vor Jahresfrist (2,5 Monate). Nach den Firmenmeldungen zu schließen, dürften unverändert häufig Preiserhöhungen vorgenommen worden sein. Die Testteilnehmer gingen davon aus, dass sie auch in den kommenden Monaten die Preise heraufsetzen können. Die Unternehmen beabsichtigten, ihren Personalbestand in den nächsten Monaten merklich zu erhöhen.

Im Hochbau

... hat sich das Geschäftsklima etwas aufgehellt. Dies ist auf eine günstigere Einschätzung der Geschäftsperspektiven zurückzuführen. In allen drei Teilsparten hat die Zuversicht zugenommen. Die aktuelle Lage wurde dagegen nur im gewerblichen Hochbau als besser beurteilt als im Oktober.

27% der Testteilnehmer meldeten Behinderungen der Bautätigkeit, in der Mehrzahl wegen Auftragsmangels (15%). Im öffentlichen Hochbau betrug dieser Anteil sogar 22%. Die Geräteauslastung stieg geringfügig auf 74% (November 2010: 72%). Die Reichweite der Auftragsbestände ...

  • verlängerte sich im gewerblichen Hochbau von 3,1 auf 3,2 Monate,
  • stagnierte im öffentlichen Hochbau bei 2,3 und
  • zeigte sich auch im Wohnungsbau mit 2,5 Monaten unbeweglich.

Mit insgesamt 2,8 Monaten waren die Auftragspolster der Hochbaufirmen um 0,3 Monate größer als vor Jahresfrist. Den Testergebnissen zufolge konnten die befragten Firmen höhere Preise durchsetzen, insbesondere in den Sparten Wohnungsbau und gewerblicher Hochbau. Für die kommenden Monate wird mit weiter steigenden Preisen gerechnet.

Im Tiefbau

... verbesserte sich der Klimaindikator ebenfalls. Die geschäftliche Situation wurde gleichwohl merklich zurückhaltender beurteilt als im Hochbau. Die befragten Tiefbaufirmen berichteten über eine günstigere aktuelle Lage und waren bezüglich der kommenden sechs Monate spürbar zuversichtlicher als im Oktober.

Der Ausnutzungsgrad der Maschinenkapazitäten stagnierte bei 71%; vor einem Jahr waren die Geräte allerdings geringer ausgelastet (68%). Nahezu ein Viertel der Tiefbaufirmen meldete Beeinträchtigungen bei der Bautätigkeit. Am häufigsten wurde dabei über Auftragsmangel geklagt (13%). Die Auftragsreserven ...

  • verharrten im sonstigen Tiefbau bei 2,7 Monaten und
  • verringerten sich im Straßenbau um 0,1 auf 2,5 Monate.

Im Durchschnitt der Tiefbausparten reichten die Auftragsbestände - wie im Vorjahr – für 2,6 Produktionsmonate. Die Firmenmeldungen deuten darauf hin, dass sich Preisanhebungen und -senkungen etwa die Waage gehalten haben. Für die kommenden Monate gingen vor allem die Straßenbaufirmen davon aus, dass sie die Preise herabsetzen müssen.

Exkurs: Bauwirtschaft (Ost)

In den neuen Bundesländern hat sich das Geschäftsklima geringfügig aufgeklart. Die befragten Firmen zeigten sich mit der aktuellen Lage etwas zufriedener als im Vormonat, ferner sahen sie der zukünftigen Entwicklung zuversichtlicher entgegen. Die Kapazitätsauslastung blieb unverändert bei 75% (saison- und witterungsbereinigt). Die vorhandenen Maschinen wurden damit etwas intensiver genutzt als vor Jahresfrist. 23% der Unternehmen meldeten Behinderungen der Bautätigkeit, ...

  • 11% wegen Auftragsmangels und
  • 6% aufgrund fehlender Arbeitskräfte.

Im Durchschnitt der Bausparten verkürzte sich die Reichweite der Auftragsbestände von 2,5 auf 2,3 Monate. In vier der fünf Teilsparten schrumpften die Auftragspolster, am stärksten im Straßenbau. Die Meldungen der Befragungsteilnehmer deuten darauf hin, dass sie die Preise wieder häufiger heraufsetzen konnten. Für die kommenden Monate rechneten die Baufirmen allerdings mit sichtlich geringeren Preiserhöhungsspielräumen.

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