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Keller statt Bodenaustausch?


Foto © ABG
  

(21.9.2017) Boden ist bekannterweise nicht gleich Boden: Das Tragverhalten des Baugrunds wird wesentlich dadurch beeinflusst, ob sich ein bindiger oder nichtbindiger Boden unter der Grasnarbe befindet.

Zur Erinnerung: Bindige Böden aus Lehm, Ton, Mergel oder Schluff verlieren bei Wasserkontakt deutlich an Tragfähigkeit und neigen dazu, „schlammig“ zu werden. Eine Bebauung im schlammigen Baugrund ist wiederum nicht so ohne weiteres möglich. Wird bindiger Boden durch Sand, Kies und Steine ersetzt und damit der Baugrund standfest gemacht, spricht man von Bodenaustausch, der gerne mal fünfstellig zu Buche schlägt.

Bindiger Boden konsolidiert sich in der Tiefe

Mitunter macht schon der Grundstücksmakler den Bauherren darauf aufmerksam, dass die Tragfähigkeit des Baugrunds durch einen Bodenaustausch verbessert werden müsse. Dipl.-Bauingenieur Kolja Winkler, Gutachter für Feuchtigkeitsschäden und Geschäftsführer der Firma ABG Abdichtungen Boden- und Gewässerschutz GmbH, rät zur gesunden Skepsis: „Nur wenige Bauherren als auch Makler wissen, dass in einer Tiefe ab drei Meter wahre Bodenschätze von der Natur vorbereitet liegen. Diese sollten nicht - wie sonst üblich - dem Erdboden entnommen werden, sondern vielmehr als Fundament für das Haus liegen bleiben.“

Laut Winkler ist bereits in einer Tiefe von drei Metern fast jeder Boden tragfähig, denn Böden verdichten sich selbst durch das Eigengewicht bei zunehmender Tiefe. Auch ein lehmiger Boden, der sich nicht maschinell durch Abrütteln verdichten lässt, hat in einer Tiefe ab ca. drei Metern seinen Porenwasserüberdruck über tausende von Jahre abgebaut und ist daher tragfähig. Darum stellt sich die Frage, ob sich die Kosten für einen Bodenaustausch nicht sinnvoll gegen die einer Gründung mit Keller gegenrechnen lassen: Häuser gewinnen so schon ab 400 Euro/m² an zusätzlicher Fläche. Üblich sind im Einfamilienhausbau Kosten zwischen 1.200 und 1.600 Euro/m² je nach Größe und Ausstattung.

Fachleute wie Kolja Winkler sind davon überzeugt, dass die Mehrausgaben allemal einen Gewinn an Wohnraum, Flexibilität und Lebensqualität bringen: „Besonders ein Wohnraumkeller ist mehr als ein dunkles Untergeschoss, er kann Arbeitsplatz, Hobbyraum, Einliegerwohnung, Wellness- oder Fitness-Oase und vieles mehr sein.“

Kellerabdichtung gegen „Drückendes Wasser“

Entscheidend im Kellerbau ist die dauerhafte Abzudichten - am besten von Anfang an gegen den Lastfall „Drückendes Wasser“ der DIN 18195-6. „Witterungsverhältnisse sind immer öfter durch Starkregen oder kalte Winter geprägt. Ein einst niedriger Grundwasserstand kann durch vermehrte Regengüsse überproportional ansteigen. Dann steht ein nur gegen Bodenfeuchtigkeit abgedichteter Keller plötzlich im Wasser und erleidet Feuchteschäden. Deshalb sollte das Kellermauerwerk so hergestellt werden, dass von aufstauendem Sickerwasser oder drückendem Wasser keine Gefahren ausgehen“, rät beispielsweise der Bauherren-Schutzbund.

Weitere Informationen zum Thema Keller statt Bodenaustausch und zur Abdichtung von Kellern können per E-Mail an ABG angefordert werden.

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