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Erweiterung des Landesmuseums Zürich lastabtragend gebettet auf Foamglas-Wärmedämmplatten

(12.7.2021) Das Landesmuseum Zürich gilt als einer der wichtigsten Kulturbauten der Schweiz. Seit 2016 verfügt das Gebäude über einen angegliederten modernen Erweiterungsbau. Der skulpturale Neubau (siehe auch Google-Maps) wurde von den Architekten Christ + Gantenbein entworfen und gemäß Minergie-P-ECO-Standard errichtet.

Foto © Schweizerisches Nationalmuseum 

Als lastabtragende Dämmung (Perimeterdämmung) unter der Gründungsplatte des neuen Gebäudes kamen die Produkte Foamglas T4+ und Foamglas S3 zum Einsatz. Die druckfesten, stauchungsfreien und feuchteresistenten Dämmplatten sorgen für einen dauerhaften Wärmeschutz gegenüber dem Erdreich.

Landesmuseum Zürich

Das Bauen im oder am Bestand ist seit jeher eine anspruchsvolle Aufgabe. Wie alte und neue Architektur ästhetisch und funktional sinnvoll miteinander in Einklang gebracht werden können, demonstriert die Erweiterung des Landesmuseums Zürich. Der alte Bestandsbau nahe dem Hauptbahnhof wurde Ende des 19. Jahrhunderts von Gustav Gull im Stil des Historismus entworfen. Häufig wird in diesem Kontext der Vergleich zu einem Märchenschloss gezogen. Anfang der 2000er-Jahre entschieden sich die Verantwortlichen für eine Sanierung des Bestands. Zudemwurde aufgrund mangelnder Raumkapazitäten eine Museumserweiterung beschlossen. Mit der Sanierung des Alt- und der Planung des Neubaus wurde nach einem Wettbewerb das Basler Architekturbüro Christ & Gantenbein betraut.

Bestand trifft modernen Neubau

Die von den Architekten geplante Erweiterung schließt an zwei Stellen an den Bestandsbau an - gut via Google-Maps nachvollziehbar - und bildet mit diesem eine geschlossene Einheit. Über eine Brücke im Erweiterungsbau wird den Besuchern zudem der Durchgang vom Platzspitz-Park in den Museumshof ermöglicht. Im Gebäudeinneren des gezackten Neubaus befinden sich Ausstellungsbereiche, eine Bibliothek mit Lesesaal und ein Auditorium. Zeitgenössischer Sichtbeton ist innen wie auch außen das dominierende Material.

Foto © Schweizerisches Nationalmuseum 

Die Fassade ist überwiegend geschlossen gehalten. Auf natürliches Licht wird dabei weitgehend verzichtet. Allerdings ermöglichen kreisrunde Fensteröffnungen innerhalb des Gebäudes den Museumsbesuchern immer wieder Ausblicke auf den Park und die Umgebung. Und mit der Dachlandschaft des Anbaus wollten die Architekten einen Bezug zum Bestand herstellen, indem hier die Schrägen und Faltungen mit den unterschiedlichen Höhen des Altbaus korrespondieren.

Museumserweiterung nach Minergie-P-ECO zertifiziert

Während der Wärmeschutz bei dem Bestandsbau von Gustav Gull wohl noch keine wesentliche Rolle gespielt hat, wurde der Aspekt bei dem Erweiterungsbau besonders berücksichtigt. Demnach erfüllt das Gebäude den Minergie-P-ECO Standard. Das bedeutet, dass der Neubau ...

  • sowohl einen geringen Energieverbrauch aufweist
  • als auch nach ökologischen und gesundheitlichen Gesichtspunkten geplant wurde.

Im Fokus stand hierbei die Ausbildung einer dichten und wärmedämmenden Gebäudehülle. Die hohen wärmeschutztechnischen Anforderungen erforderten neben einer zweischalig aufgebauten Außenhülle auch eine entsprechend energieeffiziente Dämmung unter der Gründungsplatte. Die Verantwortlichen entschieden sich hier für Foamglas T4+ und Foamglas S3 der Pittsburgh Corning Schweiz AG.

Foto © Foamglas 

Schaumglasdämmung bietet konstanten Wärmeschutz

Foamglas T4+ wird mit einer Wärmeleitfähigkeit (λD) ≤ 0,041 W/mK ausgewiesen, Foamglas S3 mit λD ≤ 0,045 W/mK. Das Material ist frei von umweltschädigenden Flammschutzmitteln, Treibgasen und Fasern und beinhaltet einen Recyclinganteil von ~60 %.

Bei der Museumserweiterung kamen die Schaumglasplatten zweilagig zur Anwendung: Zunächst wurde auf dem Baugrund eine Schicht Unterlagsbeton nebst Voranstrich aufgebracht. Darauf erfolgte eine erste Dämmschicht aus Foamglas T4+. Im Anschluss kam eine weitere Lage Foamglas S3 zum Einsatz. Die Verlegung der 45 mal 60 cm großen Platten erfolgte vollflächig mit versetzten Fugen mit Heißbitumen inklusive Abguss.

Foto © Foamglas 

Abschließend wurde auf der Dämmung ein Deckabstrich mit Heißbitumen ausgeführt. Eine Trennlage bildet den Übergang zur Betonplatte aus wasserundurchlässigem Beton. Insgesamt wurden circa 2.000 m² Bodendämmung unter dem Museum verlegt.

Dämmstoff mit hoher Druckfestigkeit

Foamglas-Platten werden mit einem Steifemodul (ES) von circa 85 bis 220 MN/m² ausgewiesen. Der Statiker kann die Bodenplatte damit quasi so bemessen, als ob kein Dämmstoff vorgesehen wäre. Ferner ist Foamglas auch bei hoher Belastung druckfest und nahezu stauchungsfrei. Die charakteristische Druckfestigkeit des Dämmstoffs beläuft sich je nach Typ auf 510 bis 1.590 Kilopascal (kPa). Das Material ist zudem sehr maßbeständig und weist kein Schwinden, Kriechen oder Quellen auf. Unter Belastung treten auch keine Verformungen auf, die sich negativ auf die Abdichtung, die Dämmfähigkeit oder die Statik auswirken könnten. Ein weiterer Vorteil im erdberührten Bereich: Foamglas bietet als Perimeterdämmung durch seine hermetisch geschlossenzellige Struktur aus Glas einen hohen Schutz vor Feuchtigkeit. Das Material ist außerdem nicht verrottbar und nagetierbeständig, da es sich um einen anorganischen Baustoff handelt.

Weitere Informationen zu Foamglas T4+ und Foamglas S3 können per E-Mail an Foamglas angefordert werden.

siehe auch für zusätzliche Informationen:

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