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Auftriebssicherer, wasserfester Bodenaufbau mit Foamglas

(13.5.2020) Nach einer Überflutung im Jahr 2017 wurde und wird der Universitätscampus Domäne Marienburg aufwendig saniert (siehe Google-Maps). So sollen beispielsweise ein auftriebssicherer Bodenaufbau und ein wasserfester Bodenbelag die negativen Folgen zukünftiger Hochwasserereignisse mindern. Dazu setzten die Verantwortlichen auf eine Bitumenabdichtung, einen Terrazzoboden aus Gussasphalt und eine Wärmedämmung aus geschlossenzelligem Schaumglas (von Foamglas), welches kein Wasser aufnehmen kann und zusammen mit den anderen Funktionsschichten einen wasserdichten und auftriebssicheren Bodenaufbau bildet.

Foto © chrisgossmann.de 

Universität in historischer Burg

Im Landkreis Hildesheim sorgten im Sommer 2017 Niederschlagsmengen von 30 bis 40 Liter pro Quadratmeter für Überschwemmungen und Hochwasser. Von dem Unwetter betroffen war auch die Domäne Marienburg, eine spätmittelalterliche Wasserburg im südlichen Teil von Hildesheim nahe der Innerste. In dem historischen Ensemble ist seit 1993 die Universität Hildesheim mit Instituten der Fachbereiche Kulturwissenschaften und Ästhetische Kommunikation untergebracht.

In Folge des Starkregenereignisses am 26. Juli 2017 trat ein Nebenfluss der Innerste, die Beuster, über die Ufer und überflutete die Domäne Marienburg und das umliegende Gelände. Die Überschwemmungen verursachten teils nicht reparable Schäden an Fußbodenkonstruktionen, Aufzügen sowie Dämmungen unter den Estrichen und Maschinenräumen. Die gesamte beschädigte Fläche belief sich auf rund 3.200 m². Stark beschädigt wurde insbesondere das Erdgeschoss der Domäne. Der Bodenaufbau aus EPS-Dämmung, Zementestrich und Parkett musste komplett entfernt werden.

dieses und die folgenden Fotos © LAFRENTZ Baugesellschaft mbH 

Wasserbeständige Lösung

Um für zukünftige Starkregenereignisse und Überflutungen gewappnet zu sein, entschied sich der Bauherr – die Stiftung Universität Hildesheim – dazu, einen neuen, wasserfesten Bodenbelag herzustellen. Für die Planung der Sanierungsmaßnamen wurden Woelk Wilkens Architekten aus Hannover beauftragt.

Um einen provisorischen Universitätsbetrieb sicherzustellen, wurden zunächst Sofortmaßnahmen zur Schadensminimierung ergriffen. Nach Trocknung und Desinfizierung der betroffenen Bereiche wurden temporäre Fußböden in einzelnen Seminar- und Erschließungsbereichen eingesetzt. Ende 2017 begannen dann die ersten Vorarbeiten für den neuen Bodenaufbau. So wurde zunächst der Betonboden mechanisch bearbeitet und mit einem Reaktionsharz versiegelt. Für die spätere Wandabdichtung wurden der Putz abgetragen und neue Sockel gemauert:

Die eigentlichen Arbeiten zur Wiederherstellung des Bodens starteten im Februar 2018: Auf dem vorbereiteten Untergrund wurde eine Lage Polymerbitumen-Dachdichtungsbahn in heißflüssiger Bitumenklebemasse aufbracht:

Darauf erfolgte das Verlegen der Schaumglas-Dämmung in Heißbitumen. Um die Dämmplatten wasserdicht und auftriebssicher herzustellen, wurde die Abdichtungsebene zugfest auf der Bodenplatte verlegt und an den Wänden hochgeführt. Zugleich bieten die eingesetzten Schaumglas-Platten Foamglas T4+ mit einem Lambdawert von λD = 0,042 W /mK auch einen guten Wärmeschutz.

An den bodentiefen Fenstern wurde der Dämmstoff entsprechend angepasst. 

Es folgte das Aufbringen einer weiteren bituminösen Abdichtung in Kombination mit einer Mastixschicht. An aufgehenden Bauteilen wurde zusätzlich eine mineralische Schlämme bis zu einer Höhe von 70 Zentimetern aufgetragen.

Die obere Abdichtungsebene bildete schließlich den Untergrund für zwei Schichten Gussasphaltestrich. Durch mehrmaliges Abschleifen und Versiegeln wurde die obere Lage zu einem Terrazzoboden verarbeitet.

Nach und nach wurden auf diese Weise die einzelnen Gebäude der Domäne Marienburg saniert und für zukünftige Unwetter wasserfest gemacht. Die Baukosten belaufen sich auf rund 3,1 Millionen Euro.

Bautafel

Weitere Informationen zu Foamglas T4+ können per E-Mail an Foamglas angefordert werden.

siehe auch für zusätzliche Informationen:

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