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Deloitte Studie: Erneuerbare Energien auf der Überholspur


  

(21.10.2018) Vor einigen Jahren wurde den erneuerbaren Energien nicht mehr als ein Nischendasein zugesprochen, heute sind sie fester Bestandteil der Energieversorgung vieler Staa­ten - zumal Hürden, die einen stärkeren Einsatz „der Erneuerbaren“ ausbremsen könnten, zunehmend abgebaut werden - oder bereits abgebaut sind, wie die aktuelle Deloitte-Studie zur Entwicklung des globalen Markts für erneuerbare Energien zeigt: In den meisten Staaten haben Utility-Scale-Onshore-Wind- und Solarkraft bereits Preisparität erreicht und auch die Netzintegration ist gelungen. Zwei Entwicklungen bringen die Erneuerbaren auf Augenhöhe mit herkömmlichen Energiequellen:

Preislich konkurrenzfähig und sicher

Sieht man von länderspezifischen Subventionen ab, dann sind die Kosten für Wind- und Solarenergie in weiten Teilen der Welt vergleichbar mit den Kosten der traditionellen Energieträger - oder sogar niedriger. Weitere prägnante Aussagen der Deloitte-Studie sind:

  • Onshore-Windkraft ist die weltweit preiswerteste Energiequelle.
  • Erneuerbare Energien werden durch günstiger werdende Speichertechnologien immer besser integrierbar.
  • Die Netzstabilität wird durch Abschaltungen, Power-to-X-Technologien sowie gute Vernetzung und steuerbare erneuerbare Energieträger sichergestellt.

Ein weiterer Ausbau der erneuerbaren Energien ist somit möglich und sinnvoll, wobei der Vorteil konventioneller Energieträger geringer wird.

Auch ganz neue Konzepte und Technologien beschleunigen den Einsatz erneuerbarer Energien:

  • Automatisierung und moderne Fertigungsverfahren tragen dazu bei, dass Produktionskosten und -zeit immer weiter reduziert werden können.
  • Künstliche Intelligenz (KI) wird den Einsatz erneuerbarer Ressourcen optimieren, indem beispielsweise präzisierte Wettervorhersagen Verfügbarkeit und Nachfrage planbar machen.
  • Blockchain kann die Märkte für Ökostromzertifikate revolutionieren, und neue Materialien verbessern die physischen Eigenschaften von Solar- und Windkraftanlagen.

„Bereits heute gehören Wind- und Solarkraft zu den günstigsten Energiequellen weltweit - und sie sind noch nicht einmal am Ende ihrer technischen Entwicklung. Mit weiter sinkenden Kosten wächst die Nachfrage nach erneuerbaren Energien rasant“, konstatiert Dr. Thomas Schlaak, Leiter Power & Utilities bei Deloitte. „Staaten, Unternehmen und Bürger verstehen zunehmend, dass erneuerbare Energien nachhaltig, zuverlässig und bezahlbar sind.“

Boomende Nachfrage in verschiedenen Bereichen

Der größte Teil der Weltbevölkerung lebt heute in wachsenden Städten, deren Anspruch es ist, die Lebensqualität zu erhöhen, attraktiv zu sein und gleichzeitig ökologisch nachhaltig zu agieren. Strom aus erneuerbaren Energiequellen trifft diese Anforderungen. Mit Hilfe von Gemeinschaftsprojekten, wie beispielsweise Bürgerwindparks, sind erneuerbare Energien nicht nur Hausbesitzern, sondern jedermann zugänglich.

Auch Schwellenländer treiben das Wachstum der erneuerbaren Energien voran: Ihre kumulierte Kapazität steht kurz davor, die der Industrieländer zu übertreffen. Auch Unternehmen setzen verstärkt auf zertifizierten Grünstrom. Indem sie ihre Nachhaltigkeitsziele auf die Lieferkette ausweiten, fordern und befähigen sie auch kleinere Unternehmen, Strom aus erneuerbaren Energiequellen zu beziehen.

„Die beschriebenen Entwicklungen bedingen und verstärken sich gegenseitig“, fasst Schlaak zusammen. „Es stellt sich nicht mehr die Frage, ob erneuerbare Energiequellen großflächig integriert werden, sondern wann die konventionellen nicht mehr benötigt werden.“

Inhaltlich verantwortlich für die Studie ist Dr. Thomas Schlaak, Leiter Power & Utilities bei Deloitte. Die komplette Studie ist in englischer Sprache als PDF-Dokument downloadbar.

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