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ZIV und BDH: Wärmepumpen knacken 1-Millionen-Marke

(6.8.2018) Auf Basis der Erhebungen von Schornsteinfegern haben der Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks (ZIV) und der Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) die Bestandszahlen der zentralen Wärmeerzeuger im Jahr 2017 vorgelegt. Demnach lag die Zahl der installierten Wärmepumpen in Deutschland erstmals bei über 1 Million.

Grafik aus dem Beitrag „+17%: 2017 war ein neues Rekordjahr für Heizungswärmepumpen“ vom 24.1.2018 (Grafik vergrößern)

Auch wenn Wärmepumpen damit auf lediglich 5% des Gesamtbestands zentraler Wärmeerzeuger (knapp 21 Mio.) kamen, so erfreut die Protagonisten das überproportionale Wachstum 2017 mit einem Plus von 17% an neuen Wärmepumpen: „Drei Jahre in Folge wächst der Absatz von Wärmepumpen nunmehr überproportional. Mit 1 Mio. Stück im Bestand sehen wir den Marktdurchbruch dieser Effizienztechnologie gegeben,“ kommentiert Manfred Greis, Präsident des BDH.

Viel zu viele alte Kessel

Mit 7,5 Mio. Geräten übersteigt der veraltete Bestand an Gaskesseln immer noch bei weitem den Bestand an effizienten Gas-Brennwertkesseln von 5,8 Mio. Stück. Noch gravierender ist die nach wie vor viel zu hohe Diskrepanz zwischen 5 Mio. veralteten Öl-Heiz­wertkesseln versus 0,7 Mio. Öl-Brennwertkesseln. „13,5 Mio. der ca. 21 Mio. Heizkessel in Deutschland sind nach wie vor veraltet und entsprechen nicht dem Stand der Technik“, so Oswald Wilhelm, Präsident des ZIV. „Der Modernisierungsmarkt stagniert. Damit können die enormen CO₂-Minderungspotenziale im Gebäudebestand nicht schnell genug gehoben werden.“

Grafik aus dem Beitrag „Heizungsindustrie zieht positive wirtschaftliche Jahresbilanz, vermisst aber die Wärmewende“ vom 18.2.2018 (Grafik vergrößern)

ZIV und BDH fordern die Politik dazu auf, die energetische Modernisierung des veralteten Heizungsanlagenbestands anzureizen. „Es gibt genug privates Kapital für die energetische Sanierung, allerdings muss dieses durch entsprechende staatliche Anreize mobilisiert werden“, so Andreas Lücke, Hauptgeschäftsführer des BDH. Als kontraproduktiv würde sich das in einigen politischen Kreisen angedachte Auslaufen der Förderung der preisgünstigen und hocheffizienten Brennwerttechnik erweisen. „Solche Signale zu setzen, blockiert die energetische Modernisierung. Die ambitionierten Klimaschutzziele der Bundesregierung rücken damit in immer weitere Ferne“, ergänzt Lücke.

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