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BINE-Projektinfo zu raumweise eingesetzten Mikro-Wärmepumpen

BINE-Projektinfo „Neues Haustechnikkonzept für Hotel erprobt“ (15/2017)
  

(16.2.2018) Hotels wenden viel Energie auf, um den Gästen den erwarteten Komfort zu bieten. Energiekosten machen daher 5 bis 10% des Umsatzes aus. Um hohen Komfort mit niedrigen Betriebskosten kombinieren zu können, setzten die Verantwortlichen bei der Sanierung eines Münchener Hotels auf ein ungewöhnliches Konzept für die Gebäudetechnik. Die neue BINE-Projektinfo „Neues Haustechnikkonzept für Hotel erprobt“ (15/2017) stellt das Technikkonzept sowie Ergebnisse des Monitorings und einer Gästebefragung vor. Auslöser des Konzepts war die Suche nach einem energieeffizienten Legionellenschutz.

Raumweise Mikro-Wärmepumpen reduzieren Legionellenrisiko

Das neue Technikkonzept setzt auf dezentrale Mikro-Wärmepumpen, die raumweise Raumwärme und Warmwasser bereitstellen. Dazu sind alle Räume untereinander durch ein Zweileiter-Kaltwassernetz verbunden. Dieses gleicht die Wärme- und Kälteüberschüsse zwischen den Zimmern aus und dient außerdem als Wärmequelle für die Wärmepumpen.

Bei einer Befragung bewerteten die Gäste den Komfort insgesamt als gut. Das neue Konzept hat sich bewährt, wie die hohen thermischen Arbeitszahlen zwischen Systemebene und Nutzenergie belegen. Um die Konkurrenzfähigkeit des Konzepts für künftige Anwendungen zu verbessern, müssen jedoch die Stromverbräuche für die Zirkulationspumpen und Lüftungsanlagen weiter reduziert werden.

Der Endenergiebedarf des Gebäudes ist außerdem aufgrund der gut gedämmten Gebäudehülle, die nahezu den Passivhausstandard erreicht, gering. Das Hotel befindet sich in einem 2011 sanierten Wohngebäude in der Münchner Innenstadt. Es bietet 43 Zimmer auf sechs Etagen verteilt.

Die Projektleitung für das Monitoring und die Unterstützung der Betriebsoptimierung lag bei der Fachhochschule Rosenheim.

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