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SRU fordert ökologische Neuausrichtung des Wohnungsneubaus

Stellungnahme: „Wohnungsneubau langfristig denken - Für mehr Umweltschutz und Lebensqualität in den Städten“
  

(25.11.2018) Der Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) hat am 21. November seine Stellungnahme „Wohnungsneubau langfristig denken - Für mehr Umweltschutz und Lebensqualität in den Städten“ vorgestellt. Er will damit den Blick auf die ökologischen Anforderungen an den Wohnungsneubau lenken.

„Der dringend benötigte Neubau von Wohnungen in den Ballungsräumen darf nicht dazu führen, Umweltfragen auszublenden“, verlangt die Ratsvorsitzende Prof. Dr. Hornberg. Die derzeitige Bautätigkeit werde die Lebensqualität in den Städten für die kommenden Generationen prägen. Dabei sollten sowohl die ökologische als auch die soziale Verantwortung im Mittelpunkt stehen.

Damit aus den Wohnungen von heute nicht der Bauabfall von morgen werde, sollten sie mit vergleichsweise geringem Aufwand an sich ändernde Anforderungen anzupassen sein. Dies gelte auch für die erforderlichen Infrastrukturen - wie zum Beispiel Schulen und andere öffentliche Gebäude. Ferner würden für eine zukunftsfähige Kreislaufwirtschaft im Bau umweltfreundliche und gesundheitsverträgliche Baustoffe benötigt. Bereits im Entwurf sollten Wohnungsbauvorhaben unbedingt mit ihren Umweltauswirkungen ganzheitlich betrachtet werden.

Des Weiteren seien Flächen in urbanen Räumen multifunktional zu nutzen, damit die Freiräume weiterhin wichtige Leistungen erbringen können - etwas für die Erholung und Mobilität. „Es ist notwendig, dass Städte über ausreichend Grün verfügen, in dem sich alle Bevölkerungsgruppen gern aufhalten“, sagte Ratsmitglied Prof. Dr. Niekisch. Grünräume spielten zudem eine wichtige Rolle im Zuge kommunaler Klimaanpassungsprozesse.

Der SRU empfiehlt der Bundesregierung, zeitnah einen bundesweiten Handel mit Flächenzertifikaten einzuführen. Mit diesem Instrument könne gelenkt werden, dass nur dort gebaut wiede, wo Bedarf bestehen würde. Nur so könne das Flächensparziel der Bundesregierung aus der Nachhaltigkeitsstrategie angesichts der derzeit hohen Wohnungsnachfrage erreicht werden.

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