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„Industrieller Wohnungsbau“ von DOM publishers auf 432 Seiten

(19.11.2018) Bauen mit vorgefertigten Bauteilen bedeutet längst nicht mehr zwingend die Verunstaltung der urbanen Landschaft mit monotonen grauen Kisten. Im Gegenteil: Diese Bauweise hat heute eine Vielzahl an ästhetischen und konstruktiven Möglichkeiten in petto. Durch moderne Fertigungstechniken und eine 100-jährige Erfahrung des Planens von Plattenbauten und des Bauens in Großtafelbauweise erlebt das Bauen mit vorgefertigten Bauteilen inzwischen fast weltweit eine Renaissance - auch angesichts des erhöhten Bedarfs an bezahlbarem Wohnraum.

Der Titel „Industrieller Wohnungsbau“ aus der DOM publishers-Reihe „Handbuch und Planungshilfe“ untersucht die Potenziale des industriellen Wohnungsbaus unter baukonstruktiven, bauhistorischen und architektonischen Aspekten. Die Autoren führen in die Geschichte und Theorie ein und untersuchen die Potenziale, die sich daraus für das heutige Bauen ergeben. Darüber hinaus fassen sie die Typologien des industriellen Wohnungsbaus überschaubar zusammen und entwickeln zehn Parameter für den architektonischen Entwurf. Schließlich werden Konstruktionen in Holzbauweise, Beton und Stahl sowie hybride Konstruktionen präsentiert.

Plattenbauproduktion 2017 in Gröbzig / Sachsen-Anhalt: Das Wandelement wird in der Fabrikationshalle auf einem Stahltisch mit individuell positionierten Schalelementen gegossen. (Foto © Philipp Meuser) 

Neben diesen vielen Einblicken in die Gestaltungsmöglichkeiten, Herstellungstechniken und Montagemethoden werden fünfzehn Beispiele rund um den Globus von Vancouver und New York, über London und Berlin bis Moskau und Singapur vorgestellt. Ergänzt wird der Band mit einem Gespräch mit dem Moskauer Stadtarchitekten Sergey Kuznetzsov, der einen Einblick in Kontext und Umsetzung des derzeit wohl größten Wohnungsbauprogramms in Europa gibt.

industrieller Wohnungsbau kein Tabu

Trotz globalisierter Massenproduktion und der Normierung unseres gesamten Lebens betrachten wir den Wohnungsbau in unserer Kultur als Disziplin, die bei jeder Aufgabe eine individuelle Lösung hervorbringen muss. Das mehrfache Bauen von gut durchdachten Gebäuden hat in Deutschland kaum eine Lobby. Dieses Buch will dazu beitragen, dass der industrielle Wohnungsbau für Architekten, deren Berufsverbände und Architektenkammern kein Tabu mehr darstellt. Und er will Architekten dazu ermutigen und befähigen, die bislang von Ingenieuren weitgehend dominierte Technologie in einem humanen Maßstab mit zeitgenössischem gestalterischem Ausdruck auszuformulieren.

Wohnanlage | Altyn Shar II, Astana, GLB Engineering / SA Architect (Foto © Philipp Meuser) 

Die bibliographischen Angaben zum Buch:

  • Industrieller Wohnungsbau - Handbuch und Planungshilfe
  • von Philipp Meuser
  • mit Beiträgen von Jutta Albus, Anatoly Belov und Sergey Kuznetsov
  • November 2018
  • 225 × 280 mm, 432 Seiten, 870 Abbildungen, Hardcover mit Gummiband
  • ISBN 978-3-86922-419-0
  • DOM publishers, Berlin
  • erhältlich u.a. bei Weltbild und Amazon

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